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20221005202857

Putin ordnet Zahlungen an Bewohner besetzter ukrainischer Gebiete an

04:19
25.08.2022
Sechs Monate nach dem Einmarsch in die Ukraine hat Russlands Präsident Wladimir Putin Geldzahlungen für Menschen in besetzten Gebieten angeordnet. In den besetzten Teilen der ostukrainischen Gebiete Donezk, Luhansk und Charkiw sowie in Saporischschja und Cherson im Süden sollen Eltern von Kindern im Alter zwischen 6 und 18 Jahren einmalig 10.000 Rubel (knapp 170 Euro) erhalten, wie aus einer Kreml-Mitteilung hervorgeht. Immer wieder steht Moskau in der Kritik, Ukrainer etwa durch Geld - aber auch durch die Vergabe russischer Pässe - an sich zu binden. Putins Dekret fällt zeitlich zusammen mit dem Unabhängigkeitstag, den die Ukraine am Mittwoch feierte.

Russlands Truppen waren am 24. Februar in die Ukraine einmarschiert. Offizielles Kriegsziel Moskaus ist die angebliche „Befreiung“ von Donezk und Luhansk von ukrainischen Nationalisten. Internationale Beobachter sehen das als reinen Vorwand - erst recht, seit Russland auch weite Teile anderer ukrainischer Gebiete besetzt hat. In den besetzten Teilen der Gebiete Cherson und Saporischschja, die Moskau laut eigener Darstellung angeblich nur als eine Art Pufferzone zum Schutz von Donezk und Luhansk erobert hat, wurden bereits russische Pässe verteilt sowie der russische Rubel als Währung eingeführt. Darüber hinaus hat Moskau dort kremltreue Militärverwaltungen installiert.

dpa

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Mittwoch, 24. August

Papst fordert Ende des Ukraine-Krieges

21:41
24.08.2022
Papst Franziskus hat sechs Monate nach dem Beginn des Krieges in der Ukraine ein Ende des Konflikts gefordert und der getöteten Darja Dugina gedacht. „Ich hoffe, dass konkrete Schritte unternommen werden, um dem Krieg ein Ende zu setzen und das Risiko einer nuklearen Katastrophe in Saporischschja abzuwehren“, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Mittwoch am Ende der Generalaudienz im Vatikan vor zahlreichen Besuchern und Gläubigen. Er denke auch an die Gefangenen und rufe die Verantwortlichen auf, sich um ihre Befreiung zu bemühen, fuhr der 85-Jährige fort.

Der Argentinier ging auch auf den Anschlag in Moskau ein, bei dem die kremlnahe Kriegsbefürworterin Darja Dugina getötet wurde. „Ich denke an eine arme Frau, die in Moskau durch eine Bombe unter dem Sitz ihres Autos in die Luft flog. Die Unschuldigen bezahlen für den Krieg“, sagte der Papst. Den Namen Duginas nannte er allerdings nicht.

In der vatikanischen Audienzhalle waren einige Ukraine-Flaggen im Publikum zu sehen. Papst Franziskus sagte bereits mehrfach, dass er in die Ukraine reisen wolle. Einen konkreten Termin gibt es dafür noch nicht. Für den gesundheitlich angeschlagenen Papst, der am Mittwoch wieder im Rollstuhl in die Halle geschoben wurde, dürfte eine solche Reise sehr anstrengend werden. Derzeit könnte er sie nicht mit dem Flugzeug machen, sondern müsste dafür etwa den Zug nehmen, um zum Beispiel nach Kiew zu kommen.

dpa