Letztes Update:
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Selenskyj warnt vor Schauprozess gegen ukrainische Kriegsgefangene

05:46
22.08.2022
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor einem Schauprozess gegen Soldaten in russischer Kriegsgefangenschaft gewarnt. Wenn Russland ein solches Tribunal gegen ukrainische Gefangene organisiere, dann sei das eine „Linie“, nach der keine Verhandlungen mehr möglich seien. Das sagte Selenskyj in seiner in der Nacht zum Montag verbreiteten Videobotschaft. Er bezog sich auf Medienberichte, nach denen in der von moskautreuen Separatisten und russischen Truppen in der eingenommenen Hafenstadt Mariupol ein solcher Gerichtsprozess geplant werde.

Vor einem international nicht anerkannten Gericht könnten demnach die ukrainischen Kriegsgefangenen auch zur Todesstrafe verurteilt werden. Die Besatzungsbehörden werfen ihnen Kriegsverbrechen vor. Selenskyj kritisierte das Verfahren gegen die Verteidiger und Helden der Ukraine als „ekelhaft und absurd“ und als Verstoß gegen alle internationalen Rechtsnormen. „Russland schneidet sich selbst von den Verhandlungen ab“, sagte er.

dpa

Selenskyj zeichnet besonders engagierte Ukrainer mit Orden aus

04:31
22.08.2022
Rund ein halbes Jahr nach Kriegsbeginn hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mehrere Landsleute für ihre besonderen Verdienste ausgezeichnet. Den Orden „Nationale Legende der Ukraine“ erhielt unter anderem Fußball-Legende Andrij Schewtschenko, der seine Berühmtheit nutze, um der Ukraine zu helfen, teilte Selenskyj in der Nacht zum Montag auf Telegram mit. Zu den Geehrten zählt außerdem ein Zugschaffner, der fliehende Menschen aus besonders umkämpften Gebieten brachte und dessen Frau bei einer der Fahrten getötet wurde.

Der Orden war erstmals im vergangenen Jahr verliehen worden und soll außerordentliche Verdienste bei der Entwicklung der Ukraine würdigen, die sich mittlerweile seit Ende Februar gegen einen russischen Angriffskrieg wehrt. In diesem Jahr wurde die Auszeichnung außerdem an einen Feuerwehrmann, ein Ärzte-Ehepaar, eine Lehrerin, einen Sänger sowie an eine Freiwillige, die die ukrainische Armee unterstützt, überreicht.

dpa