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20220809082916

Russland schießt neuen Überwachungssatelliten ins All

07:28
09.08.2022
Russland hat für den Iran einen militärischen Überwachungssatelliten ins All geschossen. Der Start ist laut der Raumfahrtbehörde Roskosmos am Morgen auf dem russischen Weltraumbahnhof Baikonur erfolgt, wie die Agentur Interfax am Dienstag berichtete. Nach Medienangaben will Moskau den Satelliten zunächst für seinen Krieg in der Ukraine selbst nutzen.

Die Sojus-Rakete hat am Morgen insgesamt 17 Sonden ins All gebracht. Die größte davon ist der Überwachungssatellit für den Iran „Chayyam“ - benannt nach einem persischen Mathematiker und Astronomen Omar Chayyam - den Russland im Auftrag von Teheran gebaut hat.

Nach Angaben der „Washington Post“ kann der Satellit hochauflösende Aufnahmen von der Erde machen und erhöht damit die militärischen Möglichkeiten Teherans im Persischen Golf deutlich. In den nächsten Monaten werde aber zunächst Russland selbst die Sonde im Krieg gegen die Ukraine nutzen, schrieb das Blatt. Der von Präsident Wladimir Putin im Februar befohlene Angriffskrieg gegen das Nachbarland hat Moskau nach mehr als fünf Monaten noch nicht den erhofften Erfolg gebracht.

dpa

Pentagon: Bis zu 80.000 Russen getötet oder verletzt

05:12
09.08.2022
Im Ukraine-Krieg sind nach Schätzungen des US-Verteidigungsministeriums auf russischer Seite 70.000 bis 80.000 Menschen getötet oder verletzt worden. Die russische Armee habe außerordentliche Verluste gemacht, weil das ukrainische Militär gut funktioniere und viel Unterstützung bekommen habe, sagte der Pentagon-Spitzenbeamte Colin Kahl am Montag. Er bezeichnete den Krieg als den „intensivsten konventionellen Konflikt in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg“. Aktuelle Angaben der offiziellen Stellen in Russland zu Opferzahlen gibt es nicht.

Die Ukrainer sehe er derzeit klar im Vorteil, insbesondere weil sie den russischen Streitkräfte hinsichtlich ihrer Moral und ihres Kampfeswillen überlegen seien, sagte Kahl. „Für sie steht existenziell viel auf dem Spiel. Sie kämpfen um das Überleben ihres Landes.“ Kahl sagte weiter, der russische Präsident Wladimir Putin habe keines seines Ziele erreicht. „Sein übergeordnetes Ziel war es, das gesamte Land zu überrennen, einen Regimewechsel in Kiew herbeizuführen und die Ukraine als unabhängige, souveräne und demokratische Nation auszulöschen. Nichts von alledem ist geschehen.“ Russland hatte die Ukraine Ende Februar überfallen.

dpa