Der Einmarsch Russlands in die Ukraine ist für AfD-Chefin Alice Weidel „ein handfester, völkerrechtswidriger Krieg“. Das sagte sie am Sonntag im ZDF-„Sommerinterview“. „Und wenn etwas anderweitiges geäußert wird, dann ist das nicht Fraktions- oder Parteilinie in dieser Frage“.
Die AfD lehnt die Sanktionen gegen Russland ab. Innerhalb der Partei wurde über die richtige Reaktion auf den Angriff Russlands heftig diskutiert. „Erstmal ist das in unserer Partei und auch in der Fraktion völlig unstrittig, dass es sich hierbei um einen völlig völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine handelt“, sagte Weidel.
Auf Fragen zu russlandfreundlichen Wortmeldungen aus ihrer Partei sagte Weidel: „Natürlich gibt es Konsequenzen. Aber das klären wir intern.“
Weidel erklärte, die „geschichtliche Einbettung“ des Kriegs sei wichtig. „Die Russen haben immer ganz klar und deutlich gemacht, dass sie keine gegnerische Macht in ihrem Hinterhof akzeptieren würden.“ Die Ukraine gelte seit Jahrzehnten als rote Linie. Es sei ein Fehler, damit so leichtfertig umgegangen zu sein und die Ukraine nicht als neutralen Staat betrachtet zu haben. „Das ist der Fehler, den der Westen sich ankreiden lassen muss.“