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20220806122851

Moskau: Himars-Raketenwerfer vernichtet, fast 600 Ukrainer getötet

11:30
06.08.2022
Das russische Militär hat nach eigenen Angaben mit Luft- und Artillerieschlägen fast 600 ukrainische Soldaten getötet. „Nahe der Ortschaft Bilohirka im Gebiet Cherson wurden durch Luftschläge und Artilleriefeuer der zeitweise Standort der 46. ukrainischen Luftsturmbrigade getroffen“, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Samstag. Mehr als 400 „Nationalisten“ seien getötet worden. Daneben seien durch Raketenangriffe an der Front in Cherson mehr als 70 weitere Soldaten getötet und 150 verletzt worden. Bei Raketenangriffen im Gebiet Dnipropetrowsk seien mehr als 80 „ausländische Söldner“ gestorben.

Konaschenkow berichtete zudem über die Vernichtung mehrerer Artilleriesysteme der Ukraine. So sei eine Batterie von „Olcha“- und Himars-Raketenwerfern zerstört worden. Himars sind präzise US-Mehrfachraketenwerfer mit hoher Reichweite. Moskau hat schon in der Vergangenheit mehrfach die Außergefechtsetzung dieser Waffensysteme gemeldet. Kiew und Washington dementierten dies dann später. Auch für den aktuellen Bericht Konaschenkows gibt es keine unabhängige Bestätigung.

dpa

Papst trifft Botschafter der Ukraine - nach russischem Vertreter

10:35
06.08.2022
Papst Franziskus hat am Samstag Kiews Vatikan-Botschafter Andrij Jurasch getroffen. Das teilte der Vatikan ohne Angaben zu Details mit. Vor dem Treffen mit dem Ukraine-Vertreter hatte es am Freitag ein Gespräch zwischen Papst und dem Außenbeauftragten des Moskauer Patriarchats, Metropolit Antonij (Sevrjuk), gegeben. Er gilt als enger Vertrauter des russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill I.

Das Patriarchat ließ anschließend verlauten, dass es um zahlreiche Themen gegangen sei, "die auf der Tagesordnung der orthodox-katholischen Beziehungen stehen, auch im Zusammenhang mit den politischen Prozessen, die in der Welt stattfinden". Der Vatikan äußerte sich bislang nicht.

Unklar ist, ob es bei den Gesprächen auch um ein mögliches Zusammentreffen zwischen Franziskus und Kyrill I. im September in Kasachstan ging. Beide haben ihre Teilnahme an dem für den 14./15. September geplanten interreligiösen Kongress in der Hauptstadt Nur-Sultan bestätigt. Planungen für ein Treffen der beiden Kirchenoberhäupter im Juli in Jerusalem waren abgebrochen worden.

Ukraine-Botschafter Jurasch hatte sich Mitte Juli deutlich dazu geäußert: "Wir Diplomaten tun alles, um das Treffen zu verhindern." Es werde weder dem ökumenischen Dialog nützen noch dem Amt des Papstes, so Jurasch weiter; denn es sei "ein Treffen mit dem Anwalt des Teufels". Ebenfalls im Raum stehen Spekulationen, ob Franziskus vor Kasachstan noch in die Ukraine reist. Der vatikanische Außenbeauftragte, Erzbischof Paul Gallagher, hatte das zuletzt nicht ausgeschlossen. Franziskus selbst hatte bereits mehrfach den Wunsch geäußert, Kiew zu besuchen.

KNA