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Dienstag, 2. August

Selenskyj: Schlachtfelder im Donbass sind „einfach die Hölle“

20:23
02.08.2022
Die ukrainische Armee braucht nach Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj noch mehr Waffen, um die russische Übermacht im Donbass zu besiegen. Der Staatschef dankte in seiner Videoansprache am Dienstagabend besonders den USA, dass sie weitere Militärhilfe leisten wollten. Vor allem mit den Mehrfachraketenwerfern Himars aus den USA könne seine Armee den Angreifern schmerzhafte Verluste zufügen. Verteidigungsminister Olexij Resnikow bestätigte am Dienstag in Kiew das Eintreffen von vier weiteren Himars-Einheiten.

„In der Tat können wir den Vorteil der russischen Armee in Bezug auf Artillerie und Mannschaftsstärke immer noch nicht vollständig brechen“, sagte Selenskyj aber. Dies sei in den Kämpfen um Pisky, Awdijiwka und andere Orte im Donbass deutlich zu spüren. „Es ist einfach die Hölle.“

Selenskyj begrüßte, dass der erste Frachter mit exportiertem ukrainischem Getreide unterwegs sei. Wenn die Ausfuhr laufe, entfalle für Russland eine Möglichkeit, die Welt mit drohendem Hunger zu terrorisieren, sagte er. Es sei auch wichtig, dass die ukrainische Landwirtschaft durch den Export genug verdiene, um die Aussaat im kommenden Frühjahr sicherzustellen. Der Frachter „Razoni“ traf am Dienstagabend zur Inspektion seiner Fracht am Bosporus ein.

dpa

Zahl ukrainischer Schüler in Deutschland erreicht 150.000er Marke

20:13
02.08.2022
Die Zahl der in Deutschland aufgenommenen Schüler aus der Ukraine hat gut fünf Monate nach Beginn des russischen Angriffskriegs die Marke von 150.000 überschritten. Wie die Kultusministerkonferenz (KMK) am Dienstag mitteilte, waren in der vergangenen Woche 150.071 geflüchtete Kinder und Jugendliche an Schulen in Deutschland angemeldet. Die meisten sind bisher in Bayern (27 523), Nordrhein-Westfalen (24 662) und Baden-Württemberg (21 392) untergekommen. Die Zahlen sind seit dem Überfall auf die Ukraine Ende Februar stetig angestiegen.

In allen Bundesländern sind nun Sommerferien. Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger rechnet damit, dass die Zahl ukrainischer Schüler im neuen Schuljahr weiter ansteigt, weil die Schulpflicht bisher noch nicht so streng durchgesetzt wurde und Kinder auch weiterhin über digitale Kanäle Unterricht aus der Ukraine bekamen. Nach den Sommerferien werde die Schulpflicht sicher überall greifen und es werde schon deshalb mehr ukrainische Schülerinnen und Schüler geben, hatte die FDP-Politikerin im Juni gesagt. Insgesamt gibt es in Deutschland etwa elf Millionen Schülerinnen und Schüler.

dpa