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EU: Ende von Odessa-Blockade ist erster Schritt gegen Ernährungskrise

13:06
01.08.2022
Die Wiederaufnahme von Getreideexporten über den ukrainischen Schwarzmeer-Hafen Odessa ist nach Einschätzung der EU ein erster Schritt zur Linderung der durch Russlands Krieg ausgelösten Welternährungskrise. Man erwarte nun, dass das Abkommen vollständig umgesetzt werde und ukrainische Exporte an die Kunden in aller Welt wieder aufgenommen würden, sagte ein Sprecher des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell am Montag in Brüssel. Dies sei notwendig, weil die negativen Folgen der Aggression Russlands gegen die Ukraine und der Blockade ukrainischer Häfen die schwächsten Menschen in Afrika, Asien und im Nahen Osten träfen.

Russland habe nicht nur ukrainische Häfen blockiert, sondern auch Felder vermint oder zerstört, Silos kaputt gemacht und Getreide verbrannt.

Die Ukraine und Russland hatten am 22. Juli unter Vermittlung der Vereinten Nationen und der Türkei ein Abkommen unterzeichnet, um von drei Häfen wieder Getreideausfuhren aus der Ukraine zu ermöglichen. Ein erstes Schiff verließ am Montagmorgen den Hafen von Odessa. Es hat nach offiziellen Angaben rund 26.000 Tonnen Mais geladen und soll über das Schwarze Meer in Richtung Libanon fahren. Getreideexporte unter anderem über Odessa waren wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine zuletzt monatelang blockiert gewesen.

dpa

Moskau: Westliche Waffensysteme in Ost- und Südukraine zerstört

12:06
01.08.2022
Russlands Armee hat in der Ukraine eigenen Angaben zufolge erneut westliche Militärtechnik zerstört. In der ostukrainischen Stadt Charkiw seien auf einem Werksgelände zwei Abschussanlagen für US-amerikanische Himars-Raketen getroffen worden, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau, Igor Konaschenkow, am Montag. Unweit der Schwarzmeer-Metropole Odessa hätten die russischen Truppen eine Vorrichtung für ebenfalls von den USA gelieferte Schiffsabwehrraketen des Typs Harpoon zerstört.

Die Aussagen ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Experten weisen darauf hin, dass die Himars-Raketenwerfer nur schwer zu orten und zu zerstören seien. Die ukrainischen Behörden hatten am Sonntag zwar berichtet, zwei russische Raketen seien von der annektierten Halbinsel Krim aus auf die Region Odessa abgefeuert worden. Ihrer Darstellung zufolge schlugen die Geschosse allerdings in einem Steinbruch ein.

Die westliche Militärhilfe, mit der die Ukraine eigenen Angaben zufolge teils erfolgreiche Gegenoffensiven startet, ist Russland ein Dorn im Auge. Auch mit der angeblichen Zerstörung dieser Waffen rechtfertigt Moskau immer wieder Angriffe auf das Nachbarland.

Bereits vor mehr als einer Woche beschoss die russische Armee den Hafen von Odessa - eigenen Angaben zufolge, um Harpoon-Raketen zu zerstören. International sorgte der Angriff deshalb für besondere Empörung, weil erst kurz zuvor eine Einigung über den Export von bislang blockiertem ukrainischem Getreide erzielt worden war - auch aus dem Odessaer Hafen. Erstmals seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor mehr als fünf Monaten lief dort am Montag ein mit Getreide beladenes Schiff aus.

dpa