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Papst fordert Verhandlungen in Ukraine-Krieg

17:57
31.07.2022
Papst Franziskus hat im laufenden Angriffskrieg Russlands in der Ukraine zu Verhandlungen aufgerufen. „Wenn man den Schaden bedenkt, den der Krieg dem Volk, aber auch der gesamten Welt jeden Tag zufügt, wäre die einzig vernünftige Sache, damit aufzuhören und zu verhandeln“, sagte das 85 Jahre alte Oberhaupt der katholischen Kirche am Sonntag vor zahlreichen Pilgern und Rom-Besuchern auf dem Petersplatz. Weisheit möge zu konkreten Friedensschritten inspirieren, ergänzte er.

Jorge Mario Bergoglio - so heißt Franziskus bürgerlich - erklärte, auf seiner zurückliegenden Kanada-Reise stets für die Menschen in der Ukraine und ein Ende des Krieges gebetet zu haben. Er fordert seit Monaten Frieden. In seiner Auslegung der tagesaktuellen Bibelstelle, die er traditionell am Sonntag macht, kritisierte der Papst die Gier nach Reichtum, die hinter Kriegen und Konflikten stecke. Eines dieser Interessen sei der Waffenhandel. „Dieser Handel ist ein Skandal, den wir nicht akzeptieren können und dürfen“, sagte der Argentinier.

dpa

Ukrainischer Getreidegroßunternehmer in Mykolajiw getötet

17:01
31.07.2022
In der südukrainischen Stadt Mykolajiw ist durch russischen Beschuss der Besitzer eines der größten ukrainischen Unternehmen im Getreidehandel getötet worden. „In der Nacht kamen der Held der Ukraine und Generaldirektor von Nibulon, Olexij Wadaturskyj, und seine Frau Rajissa infolge von Beschuss tragisch ums Leben“, schrieb der Gebietsgouverneur, Witalij Kim, am Sonntag beim Nachrichtendienst Telegram. Wadaturskyj wurde 74 Jahre alt. Sein Vermögen wurde zuletzt auf umgerechnet über 400 Millionen Euro geschätzt.

Der Bürgermeister der Großstadt, Olexander Sjenkewytsch, bezeichnete den nächtlichen Beschuss bei Telegram als „wahrscheinlich den stärksten der ganzen Zeit“ seit Kriegsausbruch. Drei weitere Zivilisten seien verletzt worden. In der Schiffsbauerstadt soll noch etwa die Hälfte der einst knapp 500 000 Einwohner ausharren. Russland hatte die Ukraine Ende Februar überfallen. Die Vereinten Nationen haben seitdem über 5200 getötete Zivilisten erfasst, gehen aber wie die Ukraine von weitaus höheren zivilen Opferzahlen aus.

dpa

Ukraine dementiert Drohnen-Angriff

15:25
31.07.2022
Auf der laut Völkerrecht zur Ukraine gehörenden Halbinsel Krim ist russischen Angaben zufolge in der Stadt Sewastopol der Stab der Schwarzmeerflotte mit einer Drohne angegriffen worden. Sechs Menschen seien dabei am Sonntag verletzt worden, teilte der Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, in seinem Blog im Nachrichtenkanal Telegram mit. Die ukrainische Marine dementierte den Angriff auf die 2014 von Russland annektierte Krim.

In Wirklichkeit hätten sich die Russen aus Angst vor ukrainischen Angriffen nicht getraut, dort wie geplant die Feierlichkeiten zum „Tag der Marine“ abzuhalten, heißt es in einer auf Facebook veröffentlichten Mitteilung. „Und um sich nicht vor der ganzen Welt zu blamieren, weil er (der Feind) die Streitkräfte der Ukraine fürchtet, erfand er einen Grund, um die Veranstaltungen abzusagen.“

dpa