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US-Außenminister drückt Kuleba nach Angriff auf Gefangene Beileid aus

15:22
30.07.2022
Nach dem Angriff auf ein Lager mit ukrainischen Kriegsgefangenen mit 50 Toten hat US-Außenminister Antony Blinken seinem ukrainischen Amtskollegen Dmytro Kuleba sein Beileid ausgedrückt. Bei einem Telefonat am Freitag habe Blinken die Entschlossenheit der USA bekräftigt, Russland für die von seinen Streitkräften begangenen Gräueltaten an der ukrainischen Bevölkerung zur Rechenschaft zu ziehen. Das teilte das US-Außenministerium am Samstag mit. Blinken habe Kuleba auch von seinem Gespräch mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow berichtet und in diesem Zusammenhang „die unerschütterliche Unterstützung der Vereinigten Staaten für die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität der Ukraine“ unterstrichen.

Der US-Außenminister und sein Moskauer Kollege Lawrow hatten am Freitag zum ersten Mal seit Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine miteinander gesprochen. Dabei hatte der US-Minister nach Angaben aus Washington betont, dass die USA russische Pläne, weiteres Territorium der Ukraine zu annektieren, nicht akzeptieren würden. Es sei auch die Einhaltung des Getreidedeals und um ein Angebot zur Freilassung der in Russland inhaftierten US-Basketballerin Brittney Griner und des amerikanischen Staatsbürgers Paul Whelan gegangen, hieß es.

Nach Angaben des russischen Außenministeriums informierte Lawrow Blinken über den Gang der „militärischen Spezial-Operation“ in der Ukraine. Der russische Chefdiplomat habe betont, dass alle Ziele in dem Land erreicht würden. Zugleich beklagte er demnach, dass die von den USA und von anderen Nato-Staaten gelieferten Waffen gegen die friedliche Bevölkerung eingesetzt würden. Der Konflikt würde dadurch nur in die Länge gezogen und die Zahl der Opfer erhöht.

dpa

MI6-Chef: Russland geht in Ukraine die Puste aus

14:09
30.07.2022
Nach Berichten über Zehntausende Verluste beim Krieg gegen die Ukraine hat der Chef des britischen Auslandsgeheimdiensts MI6 über die russische Armee gespottet. „Ihnen geht die Puste aus...“, twitterte Richard Moore am Samstag. Dabei zitierte er einen Tweet des britischen Verteidigungsministeriums vom Vortag. „Der Kreml verzweifelt. Russland hat Zehntausende Soldaten verloren und nutzt Waffen aus der Sowjetzeit. Ihre veralteten Raketen töten und verletzen unschuldige Ukrainer“, schrieb die Behörde da. „Russland wird diesen ungerechtfertigten Krieg nicht gewinnen.“

Der sonst für seine Verschwiegenheit bekannte MI6 zeigt sich seit Beginn des russischen Kriegs deutlich transparenter, Geheimdienstchef Moore sucht immer wieder die Öffentlichkeit. Zudem veröffentlicht das britische Verteidigungsministerium täglich aktuelle Geheimdiensterkenntnisse zum Kriegsverlauf. London will damit Angaben aus Moskau entgegnen.

dpa