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Lawrow spricht mit Blinken: Dialog über Gefangenenaustausch

20:26
29.07.2022
Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat sich bei dem ersten Telefonat mit seinem US-Kollegen Antony Blinken seit Kriegsbeginn in der Ukraine für eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Moskau und Washington ausgesprochen. Was den möglichen Austausch von russischen und US-amerikanischen Gefangenen angehe, sei der Übergang zu einem professionellen Dialog der „ruhigen Diplomatie“ ohne Spekulationen vorgeschlagen worden, teilte das Außenministerium am Freitagabend in Moskau mit.

Blinken sagte in Washington, es habe am Freitag ein „offenes und direktes Gespräch“ über ein amerikanisches Angebot zur Freilassung der in Russland inhaftierten US-Basketballerin Brittney Griner und des amerikanischen Staatsbürgers Paul Whelan gegeben. Moskau hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass es noch keine Einigung gebe.

Lawrow kritisierte bei dem Gespräch nach Angaben des Ministeriums, dass Russland durch die „illegalen“ Sanktionen des Westens daran gehindert werde, sein Getreide und seine Düngemittel zu exportieren. Der russische Chefdiplomat informierte Blinken demnach über den unter Vermittlung der Vereinten Nationen vereinbarten Korndeal über die Ausfuhren von Millionen Tonnen blockierten Getreides aus der Ukraine.

Lawrow habe Blinken auch über den Gang der „militärischen Spezial-Operation“ in der Ukraine unterrichtet. Der russische Chefdiplomat habe betont, dass alle Ziele in dem Land erreicht würden. Die USA unterstützen die Ukraine bei der Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg mit schweren Waffen. Nach der Mitteilung des russischen Außenministeriums kritisierte Lawrow bei dem Gespräch, dass diese Waffen aus den USA und von anderen Nato-Staaten gegen die friedliche Bevölkerung gerichtet würden. Dadurch werde der Konflikt nur in die Länge gezogen und die Zahl der Opfer erhöht.

dpa

Nordmazedonien überlässt Ukraine Kampfpanzer sowjetischer Bauart

20:17
29.07.2022
Nordmazedonien überlässt der Ukraine mehrere Kampfpanzer aus sowjetischer Produktion. Das jüngste Nato-Mitgliedsland plane, seine Streitkräfte zu modernisieren und ihre Ausrüstung den Standards der Allianz anzupassen, teilte das Verteidigungsministerium am Freitag in der Hauptstadt Skopje mit. Aus diesem Grunde gebe man an die Ukraine eine nicht näher genannte Anzahl von Kampfpanzern ab. Nordmazedonien hätte sie ansonsten ausrangiert, die von Russland angegriffene Ukraine habe aber dafür Bedarf, hieß es in der Stellungnahme. Das Land ist seit 2020 Mitglied der Nato.

Die ehemalige jugoslawische Teilrepublik verfügt noch über rund 30 Kampfpanzer vom sowjetischen Typ T-72. Ein Video, das die Nachrichtenagentur Makfax veröffentlichte, zeigte mehrere dieser Panzer auf Transportlastwagen, als diese durch die Ortschaft Kriva Palanka nahe der bulgarischen Grenze fuhren.

dpa