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Kapitel

Mittwoch, 27. Juli

Getreide-Export: Drei ukrainische Häfen nehmen Arbeit wieder auf

20:45
27.07.2022
Infolge des Abkommens zum Export von Getreide über das Schwarze Meer haben drei ukrainische Häfen ihren Betrieb wieder aufgenommen. Es handle sich um die Häfen Odessa, Tschornomorsk und Piwdennyj, teilten die ukrainischen Seestreitkräfte am Mittwoch mit. Die Schiffe sollten in Karawanen aufs Meer fahren. Zur Vorbereitung sei aber noch „mühevolle Arbeit“ nötig, schränkte das Militär ein. Sie dämpften Erwartungen an eine schnelle Wiederaufnahme der Exporte.

Die Schiffsrouten zum Beispiel müssten auf Unterwasserhindernisse geprüft werden. Zudem würden spezielle Navigationshilfen für sichere Schiffsbewegungen eingerichtet, hieß es weiter. Im türkischen Istanbul nahm ebenfalls am Mittwoch das gemeinsame Koordinierungszentrum der Vereinten Nationen, der Türkei, der Ukraine und Russlands für den Schiffsverkehr seine Arbeit auf.

Am Freitag hatten die Kriegsgegner Ukraine und Russland mit den UN und der Türkei ein Abkommen unterzeichnet, um von den drei Häfen Getreideausfuhren aus der Ukraine zu ermöglichen. Von der Vorjahresernte warten ukrainischen Angaben zufolge noch über 20 Millionen Tonnen Getreide auf die Ausfuhr. Der Hafenbetrieb war nach der russischen Invasion Ende Februar aus Sicherheitsgründen eingestellt worden. Die Ukraine hatte zudem ihre Küste zum Schutz vor russischen Landungsoperationen vermint. Wegen ausbleibender Getreidelieferungen befürchten die UN zunehmend Hungerkrisen.

dpa

Rüstungsunternehmen: Bundesregierung genehmigt Verkauf von 100 Panzerhaubitzen

20:20
27.07.2022
Die Bundesregierung hat nach Angaben des Rüstungsunternehmens Krauss-Maffei Wegmann (KMW) den Verkauf von 100 neuen Panzerhaubitzen an die Ukraine genehmigt. Ein Firmensprecher bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“. Demnach erteilte das Wirtschaftsministerium dem Münchner Rüstungsunternehmen am 13. Juli die Genehmigung für den Bau der Panzerhaubitzen 2000. Damit sei auch der Export genehmigt, sagte der Sprecher. Der Vertrag mit der Ukraine werde jetzt gemacht. KMW sei aber bereit, in Vorleistung zu gehen, damit keine Zeit verloren gehe.

Deutschland hat der Ukraine bislang zehn Panzerhaubitzen 2000 aus eigenen Beständen geliefert. Die Panzerhaubitze ist das modernste Artilleriegeschütz der Bundeswehr mit einer Reichweite von 40 Kilometern. Die Streitkräfte von acht Staaten haben mehr als 360 dieser Haubitzen zur Verfügung. Wann die Ukraine die ersten jetzt bei KMW neu gefertigten Haubitzen bekommt, ist geheim. Die Produktion aller 100 Haubitzen dürfte den Angaben zufolge mehrere Jahre dauern. Sie kosten ingesamt rund 1,7 Milliarden Euro.

Die Ukraine hatte laut „Spiegel“ bereits im April bei KMW angefragt, ob man die Haubitzen direkt beim Hersteller kaufen könne. Beim Ministerium habe KMW den offiziellen Antrag am 11. Juli eingereicht und zwei Tage später die Genehmigung bekommen.

dpa