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20220727102342

Netzagentur: Gas womöglich Teil der russischen Kriegsstrategie

06:26
27.07.2022
Erdgas ist nach Ansicht von Netzagentur-Chef Klaus Müller inzwischen Teil der russischen Außenpolitik und womöglich auch Teil der Kriegsstrategie. Es sei unrealistisch anzunehmen, dass in den kommenden Wochen durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 noch 40 Prozent der möglichen Menge kämen, sagte Müller am Mittwoch im Deutschlandfunk.

Der russische Konzern Gazprom hatte angekündigt, die Auslastung von Nord Stream 1 nach Deutschland ab Mittwoch von 40 Prozent auf 20 Prozent der Normalmenge zu drosseln.

Zurückhaltend äußerte sich der Behördenpräsident über Berichte, dass Russland mehr Gas über die Ukraine nach Europa liefern könnte. Dies müsse man noch verifizieren. „Da traue ich den ganzen Ankündigungen nicht, bis wir nicht ein paar Stunden in diesen Tag gesehen haben.“ Der „Spiegel“ hatte berichtet, dass der russische Staatskonzern Gazprom für die Pipeline Transgas in Richtung Slowakei mehr Kapazitäten angemeldet habe.

dpa

Vier Eurofighter starten zur Luftraum-Überwachung Richtung Estland

04:54
27.07.2022
Vom Fliegerhorst in Rostock-Laage starten am Mittwoch vier Eurofighter in Richtung Estland. Ihre Aufgabe ist es, im Rahmen der seit Jahren bestehenden Nato-Mission für die Luftsicherheit der baltischen Staaten an der Ostflanke des Militärbündnisses zu sorgen. Die vier Eurofighter stammen aus Wittmund (Niedersachsen) vom dortigen Taktischen Luftwaffengeschwader 71 „Richthofen“.

Ab August habe die Deutsche Luftwaffe die Führung des Nato-Einsatzes bei den sogenannten luftpolizeilichen Aufgaben inne, sagte ein Sprecher der Luftwaffe. Grundsätzlich sei eine solche Aufgabe Routine, durch den Krieg in der Ukraine gewinne der Einsatz jedoch an Brisanz. Die Arbeit an der Ostgrenze der Nato entspreche dem seit Jahren bekannten Vorgehen - auch in Deutschland. „Wir patrouillieren und bei einer Luftraumverletzung gibt es einen Alarmstart.“

dpa