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20220721134635

Habeck: Moskau erweist sich zunehmend als Energie-Unsicherheitsfaktor

13:36
21.07.2022
Nach der Wiederaufnahme der russischen Gaslieferungen über die Pipeline Nord Stream 1 hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) vor einer trügerischen Sicherheit gewarnt. Man dürfe keineswegs davon ausgehen, dass die Lieferungen über derzeit 40 Prozent der Leitungskapazitäten stetig so weitergingen, sagte der Bundesminister am Donnerstag in einer Online-Pressekonferenz. Denn: „Russland erweist sich zunehmend als Unsicherheitsfaktor im Energiesystem.“ Der Kreml habe vorgeschobene Gründe genannt und technische Aspekte politisiert, um nur 40 Prozent zu liefern. Man wisse, dass genug Turbinen für den Pipeline-Betrieb verfügbar seien.

Dass der Kreml Russland als „Garant der Energiesicherheit in Europa“ darstelle, sei eine Verdrehung der Tatsachen, betonte Habeck. „In der Tat nutzt Russland seine große Macht - eine zu große Macht, die wir Russland gegeben haben -, um Europa und Deutschland zu erpressen und erweist sich jeden Tag als unsicherer Kantonist der Energieversorgung in Europa.“

Michael Rabba

Ukrainische Zentralbank wertet Landeswährung um 25 Prozent ab

13:02
21.07.2022
Fünf Monate nach Kriegsbeginn hat die ukrainische Zentralbank die Landeswährung Hrywnja im Vergleich zum US-Dollar um 25 Prozent abgewertet. Dies sei mit Blick auf die veränderte wirtschaftliche Lage in Kriegszeiten und den stärker gewordenen US-Dollar geschehen, begründete die Notenbank den Schritt am Donnerstag. Eine Kursfreigabe werde es jedoch nicht geben. So solle die Inflation weiter kontrolliert und die Stabilität des Finanzsystems sichergestellt werden.

„Das ist eine Schlüsselbedingung für ein stabiles Funktionieren der Wirtschaft, was lebenswichtig unter Kriegsbedingungen ist“, wurde Zentralbankchef Kyrylo Schewtschenko in der Mitteilung zitiert. Gleichzeitig zieht die Behörde die Kapitalverkehrskontrollen an. So können Menschen von ukrainischen Konten nun monatlich nur noch umgerechnet knapp 800 Euro ins Ausland überweisen. Bisher war dieser Betrag dreimal so hoch gewesen.

Jan-Felix Jasch