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Putin und Erdogan für Gipfeltreffen in Teheran gelandet

20:11
18.07.2022
Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan und Russlands Präsident Wladimir Putin sind für das Gipfeltreffen mit ihrem iranischen Amtskollegen in Irans Hauptstadt Teheran gelandet. Erdogan und seine Delegation wurden am Hauptstadtflughafen Mehrabad empfangen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Montagabend berichtete. Auch Putin traf nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna in Teheran ein. Am Dienstag sind bei dem Treffen in der Palastanlage Saadabad Gespräche mit Irans Präsident Ebrahim Raisi geplant. Hauptthema soll nach offiziellen Angaben die Lage im Bürgerkriegsland Syrien sein.

Die drei Staaten haben bereits in der Vergangenheit über Syriens Zukunft verhandelt. Russland und der Iran unterstützen die syrische Regierung, die Türkei wiederum ist mit der Opposition verbündet. Beobachter erwarten, dass auch der russische Krieg in der Ukraine thematisiert wird.

dpa

Präsidentengattin Selenska tritt vor Kongress-Mitgliedern in USA auf

20:00
18.07.2022
Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine spricht die Frau des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Olena Selenska, am Mittwoch in den USA vor Mitgliedern des US-Kongresses. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, teilte am Montag mit, alle Mitglieder ihrer Parlamentskammer und des Senats - der anderen Kammer - seien zu dem Auftritt im Auditorium im Besucherzentrum des Kapitols eingeladen.

US-Außenminister Antony Blinken wollte bereits am Montag mit Selenska zusammenkommen. Die First Lady der USA, Jill Biden, hatte im Mai überraschend die Ukraine besucht und dabei auch Selenska getroffen. Die USA sind seit dem russischen Einmarsch der mit Abstand wichtigste Waffenlieferant der Ukraine.

dpa

4500 Ukraine-Flüchtlinge in Integrationskurse gestartet

19:24
18.07.2022
Gut jeder vierte Berechtigte der in Niedersachsen lebenden Geflüchteten aus der Ukraine hat bisher einen Integrationskurs begonnen. Wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) am Montag auf dpa-Anfrage mitteilte, sind rund 4500 Ukraine-Flüchtlinge in einen Kurs gestartet. Insgesamt wurden 17.000 Teilnahmeberechtigungen im Bundesland erteilt.

Wie ein Sprecher sagte, könne es eine gewisse Zeit dauern, bis der passende Kurs gefunden sei, daher verzögere sich der Kursbeginn nach der erteilten Berechtigung oftmals noch. Bundesweit wurden bislang rund 210.000 Teilnahmeberechtigungen ausgegeben. Bis Anfang Juli wurden in Niedersachsen rund 87.000 Ukraine-Flüchtlinge registriert.

Integrationskurse bestehen den Angaben zufolge aus insgesamt 700 Stunden. Der Sprachteil macht davon 600 Stunden aus, in den anderen 100 Stunden geht es etwa um Werte, Rechtsordnung oder das Gesellschaftssystem. Die Kurse würden nach dem jeweiligen Sprachniveau zusammengestellt und richteten sich an alle Zugewanderten. Diese Integrationskurse besuchen aber nur Erwachsene, für Minderjährige gelte in Deutschland Schulpflicht. Dort gibt es zahlreiche Bildungsangebote.

Die Öffnung der Integrationskurse für Ukraine-Geflüchtete wurde laut Bundesamt Mitte März 2022 umgesetzt. Diese Kurse dauern demnach in der Regel sieben bis neun Monate, Spezial- und Teilzeitkurse auch länger. Viele hätten im Mai und Juni damit begonnen - dadurch hätten bislang noch verhältnismäßig wenige einen Kurs beendet.

Saskia Hassink