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Ukraine meldet den Tod von mehr als 2000 Zivilisten

13:17
02.03.2022
In der Ukraine sind seit Beginn des Krieges nach Angaben aus Kiew mindestens 2000 Zivilisten getötet worden. In dieser Zahl seien gestorbene Soldaten des Landes nicht inbegriffen, teilte der Rettungsdienst am Mittwoch bei Facebook mit. Unter den Toten seien zehn Rettungskräfte. Die UN sprach zuletzt von 142 Toten.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am vergangenen Donnerstag den Angriff auf das Nachbarland befohlen. Seither sind der Mitteilung zufolge mehr als 400 Brände, die „durch Feindbeschuss“ entstanden, gelöscht worden. Den Angaben zufolge wurden 500 Menschen in Sicherheit gebracht. Mit Blick auf die andauernden Angriffe hieß es: „Jede Stunde kostet das Leben unserer Kinder, Frauen und Verteidiger.“

Jean-Pierre Fellmer

Britische Regierung will Liste von Putin-Vertrauten veröffentlichen

13:17
02.03.2022
Die britische Regierung will eine Liste von Personen veröffentlichen, die eng mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin verbunden sind. Das sagte Großbritanniens Premierminister Boris Johnson am Mittwoch im Parlament in London. Die britische Regierung steht wegen ihrer jahrelang laschen Haltung gegenüber russischen Oligarchen und Putin-Vertrauten, die in Großbritannien Geld investieren und teilweise auch dort leben, seit Wochen heftig in der Kritik.

In der kommenden Woche will das Unterhaus einen Gesetzentwurf debattieren, der es ausländischen Investoren unmöglich machen soll, sich bei Immobilienkäufen hinter Briefkastenfirmen und Strohmännern zu verstecken. Die Opposition kritisiert aber, dass darin bislang eine Frist vorgesehen ist, die Oligarchen Zeit geben könnte, ihr Geld außer Landes zu bringen.

Jean-Pierre Fellmer

Kreml: Sanktionen schwerer Schlag für Russlands Wirtschaft

13:16
02.03.2022
Die Sanktionen des Westens sind nach Kremlangaben ein schwerer Schlag gegen die russische Wirtschaft. Zugleich betonte der Kreml in Moskau, dass das Land große Reserven habe, den Druck auszuhalten. „Sie wird auf den Beinen stehenbleiben“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge am Mittwoch über die Wirtschaft. Russland habe Polster, um die Folgen der Sanktionen abzufedern. Zugleich sagte er, dass das Riesenreich auf die Sanktionen des Westens reagieren werde – mit „nüchternem Kopf“ und „ohne sich selbst ins Bein zu schießen“.

Die EU und die USA sowie weitere Länder haben scharfe Sanktionen wegen des russischen Krieges gegen die Ukraine verhängt. Besonders spürbar sind die Auswirkungen derzeit im Bankenbereich. An vielen Automaten gelisteter Banken gibt es kein Geld mehr. Auch Zahlungen mit Karte sind teils nicht mehr möglich. Viele Russen machen sich Sorgen um ihre Ersparnisse. Auch an Bankschaltern bildeten sich zuletzt lange Schlangen, weil viele Menschen Geld abheben, um es in Sicherheit zu bringen. Russlands Zentralbank beteuert, die Lage sei unter Kontrolle.

Jean-Pierre Fellmer