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Kapitel

Freitag, 17. Juni

Ukrainische Truppen erobern angeblich Dorf im Osten zurück

20:15
17.06.2022
Ukrainische Truppen haben nach Angaben ihrer Militärführung ein Dorf im umkämpften Osten des Landes von russischen Truppen zurückerobert. Der Generalstab nannte am Freitagabend das Dorf Dmytriwka bei Isjum im Gebiet Charkiw. Die Angaben waren nicht unabhängig überprüfbar.

Zunächst hatte der Vorstoß über die Stadt Isjum hinaus die russischen Angreifer bis weit in den Rückraum der ukrainischen Verteidiger des Donbass geführt. Westliche Quellen wie das US-amerikanische Institut für Kriegsstudien (ISW) verzeichneten aber am Donnerstag für die Region Isjum erfolgreiche ukrainische Gegenangriffe.

In der östlichsten Stadt der Frontlinie, Sjewjerodonezk im Gebiet Luhansk, war den ukrainischen Angaben nach weiter jede Straße umkämpft. Die Stadt und ihre Umgebung liege unter schwerem Artilleriefeuer. In Bunkern unter dem Chemiewerk Azot in Sjewjerodonezk sollen sich Berichten zufolge noch mehrere Hundert Zivilisten aufhalten.

Denise Frommeyer

Wagenknecht: Biden ohne Interesse an schnellem Ende des Ukraine-Siegs

19:56
17.06.2022
Die Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht hat US-Präsident Joe Biden und dem britischen Premierminister Boris Johnson vorgeworfen, den Krieg in der Ukraine weiterlaufen lassen zu wollen. „Das Schlimme ist, dass es auf westlicher Seite, zumindest bei Joseph Biden und Boris Johnson, erklärtermaßen kein Interesse gibt, diesen Krieg schnell auf dem Verhandlungsweg zu beenden“, sagte Wagenknecht der Tageszeitung „Junge Welt“. „Sie setzen auf einen langen Krieg, um Russland maximal zu schwächen.“ Mit solch einer „absolut zynischen und hochgefährlichen Strategie“ könne der Krieg jederzeit über die Ukraine hinaus eskalieren.

Die USA trügen „erhebliche Mitverantwortung“ dafür, dass es überhaupt zum russischen Angriffskrieg gegen das Nachbarland gekommen sei. Es müsse alles für eine Lösung auf dem Verhandlungsweg getan werden. Der Krieg sei „beendbar, und das auch relativ kurzfristig, wenn man kompromissbereit ist“. Dazu müsse die Ukraine aber auf ihre „Nato-Ambitionen“ und wohl auch auf einen Teil der besetzten Gebiete verzichten. Russland hat das Nachbarland Ende Februar überfallen. Bereits seit 2014 hält es die Schwarzmeer-Halbinsel Krim annektiert.

Denise Frommeyer