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20220616064228

Habeck zu Drosselung von Gaslieferungen: Russland will verunsichern

17:31
15.06.2022
Mit den aktuellen Gas-Lieferkürzungen will Russland nach Einschätzung von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck Unruhe stiften. „Die Begründung der russischen Seite ist schlicht vorgeschoben. Es ist offenkundig die Strategie, zu verunsichern und die Preise hochzutreiben“, sagte der Grünen-Politiker am Mittwoch in Berlin.

„Aktuell können die Mengen am Markt beschafft werden, wenn auch zu hohen Preisen. Es wird aktuell noch eingespeichert“, teilte Habeck mit. „Die Versorgungssicherheit ist gewährleistet.“ Man beobachte die Lage aber sehr genau und sei über die Krisenstrukturen in engem Austausch. „Die aktuelle Lage zeigt aber auch: Energiesparen ist das Gebot der Stunde. Und natürlich werden wir auch staatliche Maßnahmen ergreifen, wenn dies nötig ist.“

dpa

Kreml: Russland und China wollen Zusammenarbeit ausbauen

16:26
15.06.2022
Vor dem Hintergrund der stark angespannten Beziehungen mit dem Westen will Russland seine Zusammenarbeit mit China ausbauen. In einem Telefonat mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping habe Russlands Präsident Wladimir Putin insbesondere Perspektiven der Wirtschafts- und Handels-Zusammenarbeit erörtert, deren Volumen 2022 ein Rekordniveau erreichen solle, teilte der Kreml am Mittwoch mit. Gesprochen worden sei auch über eine Weiterentwicklung militärischer Beziehungen.

Putin und sein chinesischer Kollege hätten auch über „die Situation in der Ukraine“ gesprochen, teilte der Kreml darüber hinaus mit. Xi Jinping habe dabei „die Legitimität der Maßnahmen Russlands zum Schutz grundlegender nationaler Interessen angesichts von Herausforderungen für seine Sicherheit durch äußere Kräfte“ betont.

dpa

Moskau: Große Zahl an westlicher Militärtechnik vernichtet

15:41
15.06.2022
Das russische Militär hat nach eigenen Angaben im Westen der Ukraine ein von Nato-Staaten bestücktes Munitionsdepot vernichtet. Dort seien im Gebiet Lwiw mit Raketen unter anderem Geschosse für Haubitzen vom Typ M777 zerstört worden, teilte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Mittwoch in Moskau mit. In den ostukrainischen Gebieten Donezk und Dnipropetrowsk sei an Bahnanlagen eine große Zahl an Waffen und Militärtechnik der USA und europäischer Länder, die an die ukrainischen Streitkräfte übergeben worden seien, vernichtet worden.

Das Ministerium meldete auch Angriffe in anderen Teilen der Gebiete Donezk und Luhansk. Bei Luftschlägen, unter anderem auch im Gebiet Charkiw, sei Militärtechnik - darunter Panzer, Mehrfachraketenwerfer und Haubitzen vom Typ M777 - zerstört worden, hieß es. Auch insgesamt 300 ukrainische Kämpfer seien bei den Einsätzen getötet worden. Überprüfbar waren die Angaben von unabhängiger Seite nicht.

Russland machte keine Angaben zu eigenen täglichen Verlusten. Die ukrainische Seite gab sie am Mittwoch mit 250 getöteten russischen Soldaten an – und mit insgesamt 32.750 seit Kriegsbeginn. Die Ukraine spricht von etwa 10.000 getöteten Soldaten in den eigenen Reihen, zwischen 100 bis 200 am Tag.

dpa