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20220615162624

Neues Nato-Paket soll Ukraine beim Abschied von Sowjet-Waffen helfen

14:48
15.06.2022
Die Nato will der Ukraine noch stärker beim Umstieg auf westliche Waffensysteme helfen. Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte am Mittwoch am Rande eines Verteidigungsministertreffens, er erwarte, dass sich die Alliierten beim Gipfeltreffen Ende Juni in Madrid auf ein umfassendes Unterstützungspaket einigen. Dieses solle auch den Übergang von Ausrüstung aus der Sowjetzeit zu moderner Nato-Ausrüstung und die Interoperabilität mit dem westlichen Militärbündnis erleichtern.

Bislang nutzt die von Russland angegriffene Ukraine überwiegend Ausrüstung, die noch in der Zeit der früheren Sowjetunion entwickelt wurde. Das erschwert es dem Westen derzeit auch, Nachschub an Waffen und Munition zur Verfügung stellen.

Die Vorbereitungen für die Unterstützung laufen bereits seit längerem. Stoltenberg hatte bereits im April gesagt, die Nato arbeite daran, der Ukraine beim Umstieg auf Waffen und Systeme nach Nato-Standard zu unterstützen.

Der Übergang erfordere viel Wissensaustausch und Know-how, erklärte der Norweger am Mittwoch. Es sei eine Herausforderung, von den älteren auf modernere Systeme umzusteigen.

dpa

Hannover wirft Putin symbolisch aus dem Goldenen Buch

13:59
15.06.2022
Mit einer offiziellen Resolution im Goldenen Buch der Landeshauptstadt Hannover hat Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) den dort vorhandenen Eintrag des russischen Präsidenten Wladimir Putin symbolisch gelöscht. Da der Eintrag aus dem Ehrenbuch nicht zu entfernen war, wurden Putin und weiteren Repräsentanten der Russischen Föderation, „nachträglich, vollständig und unwiderruflich jede Ehrenbekundung und jede Anerkennung, die mit den Einträgen ins Goldene Buch verbunden waren“ entzogen.

„Für die kriegerische Aggression in der Ukraine und die damit verbundenen dramatischen Folgen und Gräueltaten ist die politische und militärische Führung der Russischen Föderation verantwortlich“, hieß es weiter in der Resolution, die Onay am Mittwoch unterzeichnete. Einige Repräsentanten dieser Russischen Föderation hätten sich in den Jahrzehnten vor Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 ins Goldene Buch eingetragen. Hintergrund der Erklärung war der Antrag eines Bürgers, den Eintrag Putins zu löschen. Dies sei aber nicht möglich gewesen, weshalb die Resolution aufgenommen wurde.

dpa