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20220614113631

London: Russen machen kleine Fortschritte im Bereich Charkiw

07:18
14.06.2022
Die russischen Invasionstruppen in der Ukraine haben nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums wohl erstmals seit Wochen kleinere Fortschritte im Bereich um die Millionenstadt Charkiw gemacht. Die hauptsächlichen russischen Angriffsbemühungen seien aber weiterhin auf den Kessel von Sjewjerodonezk gerichtet, hieß es in dem täglichen Geheimdienst-Update zum Ukraine-Krieg am Dienstag.

Nach Einschätzung britischer Regierungsexperten passt sich Russlands Industrie dank Finanzierung durch den Kreml langsam an die Nachfrage durch den Ukraine-Krieg an. „Die Industrie könnte aber Schwierigkeiten haben, viele dieser Bedürfnisse zu decken, zum Teil wegen der Sanktionen und eines Mangels an Expertise“, so die Mitteilung. Schwierigkeiten, Material zu ersetzen, dürfte Moskau vor allem im Bereich hochwertiger Optik und fortschrittlicher Elektronik haben, hieß es weiter.

dpa

Auswirkungen des Ukraine-Krieges zentrales Thema auf Bauerntag

04:20
14.06.2022
Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die weltweiten Agrarmärkte sind ein zentrales Thema auf dem Deutschen Bauerntag, der am Dienstag (12.30 Uhr) in Lübeck beginnt. Dazu wird auch Landwirtschaftsminister Cem Özdemir erwartet. Vielen Höfen machen gestiegene Kosten unter anderem für Energie und Düngemittel zu schaffen, wie der Bauernverband erläuterte. Auch viele Lebensmittel in den Supermärkten sind deutlich teurer geworden. Angesichts ausfallender Getreideexporte der Ukraine wird in einigen Ländern zudem mit einer knappen Versorgung gerechnet.

Bei dem zweitägigen Verbandstreffen mit rund 450 Delegierten dürfte auch über Möglichkeiten diskutiert werden, die angespannte Lage mit Produktionsausweitungen in Deutschland abzumildern. Der Bauernverband sprach sich dafür aus, zusätzliche Flächen zum Lebensmittelanbau zu nutzen. Özdemir hat unter anderem schon ermöglicht, dass in diesem Jahr ausnahmsweise Gras und Pflanzen von bestimmten „ökologischen Vorrangflächen“ als Futter genutzt werden dürfen. Er wendet sich aber gegen weitergehende Rufe auch aus den Ländern, auf Brachflächen wieder alles machen zu können und dort etwa Getreide anzubauen.

dpa