Letztes Update:
20220411193203

Rund 105 000 Ukrainer in Ungarn eingetroffen

21:05
01.03.2022
Seit dem Beginn der russischen Invasion in die Ukraine sind bis Dienstag 16.00 Uhr MEZ rund 105 000 Menschen aus dem östlichen Nachbarland in Ungarn eingetroffen. Dies teilte die ungarische Polizei am Dienstag mit. Etwa 21 000 Ukrainer kehrten über Ungarn in ihr Heimatland zurück, wie aus diesen Angaben hervorging.

Keine Zahlen lagen darüber vor, wie viele Ukrainer Ungarn in Richtung Westen verlassen haben. Das mitteleuropäische EU-Land führt an den Binnengrenzen des Schengen-Raums, so etwa an der Grenze zu Österreich, keine Kontrollen durch. Dies sieht der Schengen-Vertrag so vor.

Das ungarische Fremdenpolizeiamt nahm im Zusammenhang mit der Fluchtbewegung aus der Ukraine bisher 313 Asylanträge entgegen, teilte die Behörde am Dienstag mit. Sie machte keine Angaben darüber, wie viele der Asylsuchenden Ukrainer waren. Sie teilte lediglich mit, dass 200 Menschen aus Drittstaaten, die am Montagabend mit einem Zug aus der Ukraine in Budapest eingetroffen waren, beim Fremdenpolizeiamt mit dem Ersuchen um Hilfe vorstellig wurden.

Nach Medienberichten handelt es sich bei den Drittstaatenangehörigen zumeist um Studenten oder Arbeitsmigranten aus Afrika oder Asien, die in der Ukraine leben. Die Grenze zwischen Ungarn und der Ukraine ist rund 140 Kilometer lang. Es gibt fünf Grenzübergänge für den Straßenverkehr und einen internationalen Bahnübergang zwischen den Bahnhöfen Tschop (Ukraine) und Zahony (Ungarn).

Michael Rabba

Russland nimmt Kiew ins Visier - Explosion beim Fernsehturm

20:05
01.03.2022
Trotz aller internationalen Friedensappelle hat Russland seine Angriffe auf die Ukraine verschärft und nimmt die Hauptstadt Kiew immer stärker ins Visier. Bei einem mutmaßlichen Raketenangriff auf den Fernsehturm in Kiew wurden am Dienstag mindestens fünf Menschen getötet, wie der Zivilschutz mitteilte. Auf die Hauptstadt bewegte sich ein riesiger Militärkonvoi von mehr als 60 Kilometern Länge zu.

Auch aus der zweitgrößten Stadt Charkiw wurde eine heftige Explosion gemeldet. Nach US-Angaben scheinen die russischen Truppen beim Vormarsch jedoch Probleme mit der Versorgung zu haben. Darüber hinaus sei der Widerstand der ukrainischen Streitkräfte wohl größer als von russischer Seite erwartet.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und UN-Generalsekretär António Guterres forderten den russischen Präsidenten Wladimir Putin erneut auf, den Krieg sofort zu beenden. Die Vereinten Nationen stellen sich auf die Versorgung von bis zu vier Millionen Flüchtlingen ein.

Michael Rabba