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Lukaschenko spricht von ukrainischem Angriff und droht dem Westen

06:39
02.07.2022
Der russlandtreue Machthaber der Ex-Sowjetrepublik Belarus, Alexander Lukaschenko, hat der Ukraine Angriffe mit Raketen auf sein Land vorgeworfen.

Lukaschenko erklärte: „Vor etwa drei Tagen, vielleicht auch mehr, wurde von der Ukraine aus versucht, militärische Ziele in Belarus anzugreifen. Gott sei Dank haben unsere Pantsir-Flugabwehrsysteme alle von den ukrainischen Streitkräften abgefeuerten Raketen abgefangen“, fügte er hinzu und nährte damit die Spekulationen über eine zunehmende Verwicklung des Verbündeten Moskaus in den Konflikt mit der Ukraine.

Seit dem Angriff des Kremls auf die Ukraine am 24. Februar diente Belarus den russischen Streitkräften als Rückzugsgebiet.

„Man provoziert uns“, sagte Lukaschenko und drohte, jeden feindlichen Schlag gegen das Territorium von Belarus „sofort zu erwidern“, eine Botschaft, die offensichtlich an Kiew und den Westen gerichtet war.

Der belarussische Machthaber drohte dem Westen. Sollte es einen Angriff auf Belarus geben, werde sein Land sofort reagieren, sagte Lukaschenko der staatlichen Nachrichtenagentur Belta zufolge.

„Vor weniger als einem Monat habe ich den Einheiten der Streitkräfte den Befehl gegeben, die – wie man jetzt sagen kann – Entscheidungszentren in Ihren Hauptstädten ins Visier zu nehmen“, sagte der 67-Jährige. Was genau er damit meinte, erläuterte er nicht.

Ungeachtet der Tatsache, dass Russland selbst die Ukraine angegriffen hat, stellen sich Moskau und das verbündete Minsk immer wieder als Opfer vermeintlich feindlicher Politik des Westens und der Nato im Speziellen dar.

Jörg Tschürtz

Selenskyj fordert internationale Hilfe für Wiederaufbau der Ukraine

06:34
03.07.2022
Angesichts der massiven Zerstörungen in der Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj nach mehr als vier Monaten Krieg internationale Hilfe beim Wiederaufbau seines Landes gefordert. „Es ist notwendig, nicht nur alles zu reparieren, was die Besatzer zerstört haben, sondern auch eine neue Grundlage für unser Leben zu schaffen: sicher, modern, komfortabel, barrierefrei“, sagte er in einer Ansprache in der Nacht zum Sonntag.

Dies erfordere „kolossale Investitionen, Milliarden, neue Technologien, bewährte Verfahren, neue Institutionen und natürlich Reformen“. Der ukrainische Staatschef verwies in diesem Zusammenhang auch auf ein Treffen von 40 potenziellen Geberländern an diesem Montag im schweizerischen Lugano. Die ukrainische Regierung will bei der Veranstaltung erstmals ihre Prioritäten für den Wiederaufbau des kriegszerstörten Landes vorstellen.

Selenskyj erinnerte zudem daran, dass der Krieg noch lange nicht vorbei sei. „Seine Brutalität nimmt mancherorts zu.“ Er appellierte an seine Landsleute, sich freiwillig für Kriegsopfer zu engagieren.

Jörg Tschürtz