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Lukaschenko: Zwei Raketen von Belarus abgefeuert

09:30
27.02.2022
Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat eingeräumt, dass russische Truppen von seinem Land aus die Ukraine angegriffen hätten. Zwei Raketen seien abgefeuert worden, „weil Kiew drei bis vier Raketendivisionen an der Grenze“ zu Belarus stationiert habe, sagte Lukaschenko am Sonntag Staatsmedien zufolge in Minsk. Vorwürfe, dass auch belarussische Soldaten an der Seite Russlands in der Ukraine kämpfen, wies er mit Nachdruck zurück. „Dort gibt es keine einzige belarussische Patrone.“ Allerdings helfe Belarus „natürlich“ den Russen. Verwundete würden versorgt.

In Belarus fand am Sonntag ein umstrittenes Verfassungsreferendum statt. Damit will Lukaschenko, der oft als „letzter Diktator Europas“ bezeichnet wird, seine Macht weiter festigen. Nach Oppositionsangaben ist auch eine lebenslange Straffreiheit für Lukaschenko vorgesehen, dem Mord, Folter und weitere schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen werden. Nach Angaben des „Kyiv Independent" umfasst das Referendum auch die Erlaubnis, russische Atomwaffen in Belarus zu stationieren. 

Tom Rüdell