Letztes Update:
20220417145630

Ukrainer demonstrieren erneut vor der russischen Botschaft

09:59
17.04.2022
Etwa 60 Personen haben am Samstag vor der russischen Botschaft in Luxemburg-Stadt gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine protestiert. Die Demonstranten deponierten Haushaltsgeräte, Unterhosen und Teddybären vor dem Eingang, um auf russische Plünderungen in der Ukraine aufmerksam zu machen.

„Russische Soldaten drängen die ukrainische Bevölkerung in die Keller, vergewaltigen, morden, foltern – und verwüsten dann ihre Häuser und stehlen alles, von Frauenstrumpfhosen, gebrauchten Kinderunterhosen, Hausschuhen bis hin zu Mixern, Gabeln und sogar Klosetts", kritisierten Vertreter des Verein LUkraine auf Facebook.

Zuletzt hatten Berichte die Runde gemacht, wonach russische Soldaten tonnenweise Pakete mit Diebesgut nach Russland schicken. Mehr dazu unter Kriegsbeute per Post nach Sibirien

Jörg Tschürtz

Draghi von Diplomatie mit Putin ernüchtert

09:13
17.04.2022
Italiens Ministerpräsident Mario Draghi ist ernüchtert von den diplomatischen Versuchen, Kremlchef Wladimir Putin zu einem Waffenstillstand im Ukrainekrieg zu überzeugen. „Ich fange an zu denken, dass diejenigen Recht haben, die sagen: Es ist sinnlos, mit ihm zu reden, man verliert nur Zeit“, sagte der Regierungschef in einem Interview der Tageszeitung „Corriere della Sera“ (Sonntag).

Draghi hatte vor Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine mit Putin telefoniert und auch danach noch einmal. „Wir hatten uns darauf verständigt, uns ein paar Tage später nochmal zu sprechen. Und dann kam der Horror von Butscha“, sagte Draghi.

Er will die Hoffnung auf einen diplomatischen Ausweg zwar nicht aufgeben und wolle auch Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron weiter unterstützen, der mehrmals und auch lange mit Putin verhandelte. „Aber ich habe den Eindruck, dass der Schrecken des Krieges mit all dem Gemetzel, mit all dem, was den Kindern und Frauen angetan wird, völlig losgelöst ist von den Worten und Telefonaten“, sagte Draghi.

Jörg Tschürtz