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London: Russland will Ukraine immer noch unter Kontrolle bringen

09:12
17.04.2022
Trotz seiner Konzentration auf den Osten der Ukraine bleibt Russlands Kriegsziel nach Einschätzung britischer Geheimdienste unverändert. Moskau wolle die Ukraine dazu zwingen, ihre euro-atlantische Ausrichtung aufzugeben. Außerdem wolle es seine eigene Dominanz in der Region behaupten, hieß es am Ostersonntag in einer Erklärung des britischen Verteidigungsministeriums unter Berufung auf Geheimdienstinformationen.

Operativ sei Russland weiterhin dabei, seine Truppen und seine Ausstattung aus Belarus in Richtung der Ost-Ukraine zu verlagern - unter anderem an Orte nahe der Stadt Charkiw.

Schon seit Wochen veröffentlicht die britische Regierung in ungewöhnlich offener Art und Weise regelmäßig Geheimdienstinformationen zum Verlauf des Angriffskrieges. Moskau wirft London eine gezielte Informationskampagne vor.

Jörg Tschürtz

Weitere US-Waffen in der Ukraine

07:57
17.04.2022
Aus den USA trafen Medienberichten zufolge erste Teile des jüngsten Unterstützungspakets an Waffen und Munition bereits in der Ukraine ein. Das berichtete der TV-Sender CNN unter Berufung auf einen Beamten im Weißen Haus. Washington hatte am Mittwoch Kiew weitere Waffen und Munition im Wert von bis zu 800 Millionen Dollar zugesagt – darunter auch Artillerie, gepanzerte Fahrzeuge und Hubschrauber. Sie sollen Kiew insbesondere angesichts des befürchteten russischen Großangriffs im Donbass unterstützen.

 

Jörg Tschürtz

Selenskyj fordert westliche Kampfjets

07:55
17.04.2022
Um die Situation in Mariupol zu beeinflussen, gebe es nur zwei Möglichkeiten, so der ukrainische Präsident Selenskyj: Entweder die Partnerländer der Ukraine stellten sofort alle notwendigen schweren Waffen zur Verfügung, auch Flugzeuge, damit man den Druck auf die Stadt verringern und diese deblockieren könne. Der zweite Weg sei ein Verhandlungspfad, bei dem auch die Partner eine maßgebliche Rolle spielen müssten.

Selenskyj sagte weiter, es sei seit Beginn der Blockade der Stadt kein Tag vergangen, an dem Kiew nicht nach einer Lösung gesucht habe - militärisch oder diplomatisch, „was auch immer, um die Menschen zu retten.“ Die Lösung zu finden sei allerdings sehr schwierig, es habe bisher noch keine einzige vollständig praktikable Option gegeben.

Moskau hatte am Samstag erklärt, dass die Stadt bereits praktisch unter Kontrolle russischer Einheiten stünde. Rund 2.500 verbliebene ukrainische Kämpfer seien in dem Stahlwerk Asowstal eingekesselt. In der Nacht zu Sonntag riefen die russischen Streitkräfte die ukrainischen Kämpfer dazu auf, sich angesichts der „katastrophalen Situation“ im Stahlwerk bis Sonntagmorgen zu ergeben.

Jörg Tschürtz