Letztes Update:
20220414092639

Gazprom gibt deutsche Tochterfirma Gazprom Germania auf

13:57
01.04.2022
Der russische Energieriese Gazprom gibt eigenen Angaben zufolge seine deutsche Tochterfirma Gazprom Germania auf. „Am 31. März beendete die Gazprom-Gruppe ihre Beteiligung an dem deutschen Unternehmen Gazprom Germania GmbH und allen ihren Vermögenswerten, einschließlich Gazprom Marketing & Trading Ltd.“, teilte der russische Konzern am Freitag auf seinem Telegram-Kanal mit.

Weitere Details wurden nicht genannt. Von Gazprom Germania gab es zunächst keine Stellungnahme. Zunächst war unklar, ob das Auswirkungen auf den deutschen Markt haben würde. 

Teddy Jaans

Foto: dpa/Kay Nietfeld Der deutsche Finanzminister Christian Lindner begrüßt in seinem Ministerium den früheren Boxweltmeister Wladimir Klitschko mit einer ukrainischen Delegation.

Wladimir Klitschko in Berlin

10:25
01.04.2022
Der frühere Box-Weltmeister Wladimir Klitschko hat bei einem Besuch in Berlin eindringlich um Unterstützung für die Ukraine geworben. Sein Land brauche finanzielle Hilfe, weil die Wirtschaft am Boden liege, es brauche humanitäre Hilfe, weil es in manchen Städten weder Lebensmittel noch Wasser noch medizinische Versorgung gebe. Und: „Wir brauchen Waffen“, sagte Klitschko am Donnerstag bei Bild TV. Entscheidungen darüber müssten schnell getroffen werden. „Wir haben keine Zeit“, betonte Klitschko. Passiv zu sein und wegzuschauen, bedeute mitzumachen. „Wenn man ein passiver Beobachter ist, hat man auch das Blut an den eigenen Händen.“ Die Menschen in der Ukraine kämpften nicht nur für sich, sondern auch für den Westen.

Klitschko traf sich am Donnerstag unter anderem mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), wie eine Ministeriumssprecherin bestätigte. In der Delegation aus Kiew waren demnach auch der Sonderbeauftragte des ukrainischen Außenministeriums für Sanktionspolitik, Olexij Makjejew, und die Abgeordnete Halyna Jantschenko dabei.

Auf dem Programm standen noch weitere Gespräche. „Es sind Treffen mit hochrangigen Politikern für eine politische Unterstützung der Ukraine geplant“, teilte Klitschkos Bruder Vitali, der Bürgermeister von Kiew ist, im Nachrichtenkanal Telegram mit. Dabei gehe es um wirtschaftliche, humanitäre und militärische Hilfe.

Tom Rüdell