Am Samstagmorgen hat Premierminister Xavier Bettel mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert. Das gab das Staatsministerium bekannt. Es ist das zweite Mal in dieser Woche, dass die beiden Politiker telefonieren.
Bettel sei „sehr klar gewesen", so die Mitteilung: „Sie kennen den Grund meiner Anrufe. Sie sollen dazu beitragen, im Austausch mit Ihnen eine Deeskalation zu erreichen, einen Waffenstillstand und einen Verhandlungsprozess."
Zwar habe Putin während des letzten Gesprächs betont, eine Verhandlungslösung des Konflikts zu bevorzugen. Dennoch habe sich die katastrophale Situation vor Ort weiter verschlechtert, insbesondere in der Stadt Mariupol, so das Staatsministerium. „Ich bin zutiefst schockiert über die Angriffe auf zivile Einrichtungen. Die Bilder, die uns erreichen, sind unerträglich", sagte der Premierminister in diesem Zusammenhang zu Putin.
Bettel wiederholte die Forderung von Präsident Selenskyj, dass die Verhandlungen nun auf höchster Ebene, also von Präsident zu Präsident, im Rahmen eines physischen Treffens stattfinden sollten.
Präsident Putin äußerte seine Einschätzung zu diesem Thema, sprach aber auch davon, welche Schritte in welcher Reihenfolge zu einem Waffenstillstand führen könnten.
„Diese Tragödie muss beendet werden und der laufende Angriff auf die Ukraine muss sofort beendet werden. Niemand kann von diesen Auseinandersetzungen profitieren, weder Russland noch Europa und ganz sicher nicht die Ukraine", sagte der Premierminister zum Abschluss des Telefongesprächs.
Den Austausch beschreibt das Staatsministerium als „offen". Beide Seiten versprachen, in Kontakt zu bleiben und den Austausch fortzusetzen. Der Premierminister werde die ukrainische Seite im Laufe des Tages über diesen Austausch informieren.