Letztes Update:
20220414092639

Kiew bereits eingekesselt?

17:47
11.03.2022
Ein kilometerlanger Konvoi mit russischen Militärfahrzeugen vor der ukrainischen Hauptstadt Kiew zerstreut sich Angaben der US-Regierung stellenweise.

Einige Fahrzeuge verließen die Straße und parkten in Baumreihen, sagte ein hoher US-Verteidigungsbeamter am Freitag. „Sie fahren nirgendwo hin. Es ist nicht so, dass sie nun querfeldein nach Kiew fahren.“ Vielmehr geht die US-Regierung davon aus, dass die Fahrzeuge sich so besser tarnen können. „Die Ukrainer versuchen weiterhin, Wege zu finden, um Fahrzeuge anzugreifen“, sagte der Beamte.

Das Vorgehen habe eher keine taktischen Gründe, um das Vorankommen des Konvois zu beschleunigen, hieß es. Der Beamte konnte keine genauen Angaben dazu machen, wie weit Kiew bereits eingekesselt ist. Aus nordwestlicher Richtung sei das russische Militär etwa 15 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. „Kiew ist eine große Stadt“, sagte er. Das bedeute daher, dass die russischen Soldaten an dieser Stelle in und rund um die Vororte der Hauptstadt vorgedrungen seien. An anderen Stellen seien sie noch weiter entfernt.

Jörg Tschürtz

USA bringen weitere Strafmaßnahmen gegen Russland auf den Weg

16:42
11.03.2022
Die US-Regierung will wegen des Ukraine-Krieges in Abstimmung mit westlichen Partnern weitere Strafmaßnahmen gegen Russland in Gang setzen. US-Präsident Joe Biden kündigte am Freitag in Washington an, er wolle unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Kongress die normalen Handelsbeziehungen zu Russland aussetzen. Das würde den Weg für höhere Zölle auf russische Waren freimachen.

Geplant seien außerdem ein Verbot des Exports von Luxusgütern nach Russland sowie Einfuhrverbote für russische Güter wie Wodka, Meeresfrüchte oder Diamanten. Außerdem sollen weitere Sanktionen gegen russische Oligarchen verhängt werden. Biden betonte, die USA unternähmen diese Schritte gemeinsam mit den G7-Partnern und der EU.

Teddy Jaans

Biden telefoniert erneut mit Selenskyj und lobt Mut der Ukrainer

15:00
11.03.2022
US-Präsident Joe Biden hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem Telefonat einmal mehr Unterstützung der Vereinigten Staaten im Konflikt mit Russland zugesagt. Biden sagte am Freitag in Washington, er habe soeben mit Selenskyj gesprochen. „Ich sagte ihm, wie jedes Mal, wenn wir miteinander sprechen, dass die Vereinigten Staaten an der Seite des ukrainischen Volkes stehen, das mutig für die Verteidigung seines Landes kämpft.“

Selenskyj schrieb auf Twitter, er habe Biden über die Lage auf dem Schlachtfeld und über die „Verbrechen Russlands gegen die Zivilbevölkerung“ informiert. Beide hätten sich auf weitere Schritte geeinigt, „um die Verteidigung der Ukraine zu unterstützen und die Sanktionen gegen Russland zu verschärfen“. 

Teddy Jaans