Letztes Update:
20220414092639
Foto: Alain Piron Protest vor der Gazprombank in der Rue Bender in der Stadt Luxemburg.

Protest vor Büro der Gazprombank in Luxemburg

15:22
11.03.2022
Eine Handvoll Demonstranten protestierte am Freitag vor der Filiale der Gazprombank in Luxemburg-Stadt. Kritiker machen Russlands drittgrößtes Finanzinstitut mitschuldig an der blutigen Invasion in der Ukraine, da sie den wichtigen Energiehandel des Kremls trotz EU-Sanktionen ermöglicht.

Die Gazprombank Luxembourg, über die Zahlungen für russische Öl- und Gasexporte abgewickelt werden, ist von den EU-Sanktionen gegen andere russische Banken nicht betroffen. Die USA und ihre Verbündeten haben die meisten russischen Kreditgeber aus dem globalen SWIFT-Zahlungssystem entfernt, das den internationalen Geldverkehr erleichtert.

„Wir wissen, dass es in Luxemburg viel russisches Geld gibt, zum Beispiel Investitionen von Oligarchen und Organisationen wie die Gazprombank, und diese Organisationen finanzieren den Krieg direkt“, sagte Mark Kitchell, der für Amazon arbeitet und die Demonstration organisierte. 

Den Demonstranten fiel auf, dass die silberne Plakette mit dem Namen der Bank vom Gebäude entfernt wurde.

Mehr auf luxtimes.lu 
   

Jörg Tschürtz

Putin: Gewisse „positive Veränderungen“ bei Gesprächen mit Ukraine

14:58
11.03.2022
 Kremlchef Wladimir Putin sieht bei den Verhandlungen über ein Ende der Kampfhandlungen in der Ukraine etwas Bewegung. Die russischen Verhandlungsführer hätten über „gewisse positive Veränderungen“ bei den „praktisch täglich“ geführten Gesprächen informiert, sagte Putin am Freitag bei einem Treffen mit dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko im Kreml in Moskau. Details nannte Putin nicht. Der russische Präsident hatte am 24. Februar einen Angriff auf die Ukraine befohlen - unter anderem mit der Begründung, das Nachbarland „entmilitarisieren“ zu wollen.

Der Kremlchef zeigte sich einmal mehr demonstrativ unbeeindruckt von der Vielzahl an westlichen Sanktionen wegen seines Krieges gegen die Ukraine. Er sprach von einem „massiven Schlag“ gegen die Wirtschaft Russlands. Allerdings habe sich das Land in den vergangenen Jahren an die vielen Sanktionen bereits angepasst. „Und wir sind natürlich stärker geworden“, sagte er. 

Teddy Jaans