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20220414092639

Cavusoglu: „Ein wichtiger Anfang“

13:18
10.03.2022
Trotz mangelnder Fortschritte hat sich der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu nach dem Treffen mit seinen russischen und ukrainischen Kollegen vorsichtig optimistisch gezeigt. „Niemand hat erwartet, dass durch dieses Treffen alle Probleme gelöst werden, aber es musste ein Anfang gemacht werden“, sagte Cavusoglu nach dem Gespräch des ukrainischen Außenministers Dmytro Kuleba mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow am Donnerstag im türkischen Antalya. Cavusoglu war als Vermittler dabei. Es war das erste Gespräch zwischen Kuleba und Lawrow seit Beginn des Krieges vor zwei Wochen.

Das Treffen sei ein wichtiger Anfang gewesen, betonte Cavusoglu. Nun hoffe er, dass die Kontakte weitergeführt werden, damit Vertrauen geschaffen werden könne. Eine andere Möglichkeit gebe es ohnehin nicht. Das Treffen der drei Minister habe in einem „schwierigen Klima“ stattgefunden, sei aber zivilisiert abgelaufen, sagte Cavusoglu. Er forderte erneut eine dauerhafte Waffenruhe und Fluchtkorridore für Zivilisten in der Ukraine. Die Türkei unterhält gute Beziehungen zu Moskau und Kiew. Das Land werde auch in Zukunft als Vermittler bereitstehen, betonte Cavusoglu.

Tom Rüdell

Roman Abramowitsch mit Sanktionen belegt

09:56
10.03.2022
Großbritannien hat Sanktionen gegen Chelsea-Inhaber Roman Abramowitsch und weitere russische Oligarchen verhängt. Das gab die britische Regierung am Donnerstag bekannt. Demnach wurde Abramowitschs Vermögen eingefroren, Transaktionen mit britischen Privatpersonen und Unternehmen sind ihm verboten. Außerdem wurde er mit einem Reise- und Transportverbot belegt.

Großbritannien reagiert damit auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. „Es darf keine sicheren Häfen geben für die, die Putins bösartigen Angriff auf die Ukraine unterstützt haben“, wurde Premierminister Boris Johnson zitiert. Abramowitsch wird eine Nähe zu Kreml-Chef Wladimir Putin nachgesagt, was er allerdings bestreitet.

Was die Sanktionen für den geplanten Verkauf des FC Chelsea bedeuten, war zunächst unklar. Abramowitsch hatte kürzlich angekündigt, den Club nach fast 20 Jahren verkaufen zu wollen. Der Schritt galt als Reaktion auf die Forderung nach Sanktionen gegen ihn, die nun allerdings noch vor dem Chelsea-Verkauf in Kraft treten.

Unter Abramowitsch erlebten die Blues, die derzeit vom deutschen Fußballcoach Thomas Tuchel trainiert werden, die erfolgreichste Zeit ihrer Vereinsgeschichte und gewannen national und international alle möglichen Titel, zuletzt die Champions League und die Club-WM.

Tom Rüdell