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Erdogan positiv auf Corona getestet

14:09
05.02.2022
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und seine Ehefrau Emine sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 67-Jährige berichtete am Samstag auf Twitter von «milden Symptomen» einer Erkrankung, die bei beiden festgestellt wurden. Die Covid-19-Tests seien dann positiv ausgefallen. Erdogan zufolge handelt es sich um die Omikron-Variante des Virus.

Der Präsident und seine Frau bleiben nun zu Hause - einem Berater zufolge zunächst einmal für eine Woche. Dann soll es neue Tests geben. In dieser Zeit werde Erdogan bei Bedarf per Videoschalte an Veranstaltungen teilnehmen, hieß es.

(dpa)

ARD-Reporter Lufen aus Corona-Quarantäne entlassen

13:02
05.02.2022
Nach zwei negativen Corona-Tests ist der ARD-Reporter Claus Lufen nach einer guten Woche bei den Olympischen Winterspielen in Peking aus der Quarantäne entlassen worden. Das bestätigte der 55-Jährige der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Zuvor hatte die «Bild» berichtet. «Ich bin gerade auf dem Weg ins Hotel», sagte Lufen, der auf einen Einsatz beim Rodeln am Sonntag hofft. «Ich lasse mich heute Abend noch einmal testen und hoffe, dann über einen deutschen Olympiasieg berichten zu dürfen.»

Durch die beiden negativen Tests wurde Lufen nach seiner Infektion vom Corona-Fall zur Kontaktperson herabgestuft. Dieser Status bringt noch einige Einschränkungen für die kommenden Tage mit. So muss der Reporter allein essen und wird auch allein an die Wettkampfstätte gebracht. Vor Ort darf er dann aber berichten.

Lufen war bei seiner Ankunft in Peking am Freitag vor einer Woche positiv auf das Coronavirus getestet und in ein Quarantäne-Hotel gebracht worden. Dort bekam er ein etwa 15 Quadratmeter großes Zimmer zugewiesen. «Ich will das nicht dramatisieren. Es war ein Hotel, es gab drei warme Mahlzeiten und ich konnte arbeiten», sagte Lufen. «Die letzten beiden Tage waren psychologisch heftiger, weil Körper und Kopf etwas anderes brauchen. Aber ich will das nicht zu hoch hängen. Für die Athleten, die in Quarantäne müssen, ist das deutlich heftiger.»

(dpa)

Kretschmann: Corona-Verordnungen sind viel zu kompliziert

12:15
05.02.2022
Ein Problem in der aktuellen Corona-Debatte über Lockerungen sind aus Sicht von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann zu komplexe Regelwerke. «Unsere Verordnungen sind viel zu kompliziert», sagte der Grünen-Politiker am Samstag dem Deutschlandfunk. Es handele sich weniger um Kommunikationsprobleme.

Das Dilemma sei allerdings, dass einfachere Vorgaben schwerlich möglich seien. Entweder alles werde viel strenger, dann kassierten Gerichte das ein. Oder alles werde lockerer, dann laufe die Pandemie aus dem Ruder. Daher müsste er zielgenau für jeden Bereich Regeln finden, argumentierte Kretschmann. Diese seien für die Wirtschaft anders als für Kultureinrichtungen oder Sportveranstaltungen.

Am Dienstag hatte sich der Regierungschef dagegen ausgesprochen, vor Ostern über ein Ende der Corona-Beschränkungen überhaupt zu reden. Nach viel Kritik stellte er Lockerungen bis Ostern in Aussicht, sollte sich die Corona-Lage verbessern. Noch nicht verantwortbar sei ein «Exit», also ein Ausstieg aus den Corona-Beschränkungen.

Im Deutschlandfunk bekräftigte Kretschmann diese Position: Die Gesellschaft könne und solle über eine Exitstrategie und ein Ende der Pandemie sprechen. Als Ministerpräsident könne er hingegen keine solche Debatte vom Zaun brechen. Zudem versicherte Kretschmann: «Lockerungen werden selbstverständlich kommen und ich werde auch selber welche machen, wenn die Infektionslage das zulässt - genauer gesagt, wenn die Belastung des Gesundheitswesens das zulässt.»

Er halte sich an Fakten und lockere oder verschärfe dann, wenn es die Lage zulasse, sagte Kretschmann. Ostern sei ein geeigneter Zeitpunkt, weil es dann Schulferien gebe. Auch er sei «gottfroh», wenn es wieder geordnete Verfahren gebe ohne Druck der Pandemie. «Ich bin froh, wenn das rum ist.» Er habe keinen Genuss am Durchregieren.

(dpa)

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