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Ifo: Kurzarbeit steigt kräftig

09:07
04.02.2022
Das Ifo-Institut geht davon aus, dass die Zahl der Beschäftigten in Kurzarbeit in Deutschland deutlich gestiegen ist. Rund 900 000 Menschen waren den Schätzungen der Wirtschaftsforscher zufolge im Januar in Kurzarbeit, wie das Ifo-Institut am Freitag in München mitteilte. Im Dezember waren es demnach noch 780 000 gewesen. Vor allem Gastgewerbe und Einzelhandel verzeichneten demnach einen starken Anstieg.

Im Gastgewerbe sind laut Ifo-Schätzung derzeit 240 000 Menschen und damit fast ein Viertel der Beschäftigten in der Branche in Kurzarbeit - im Dezember waren es noch 90 000 gewesen. Im Einzelhandel stieg die Zahl um 45 000 auf 120 000 Beschäftigte. In der Industrie sank sie dagegen von 285 000 auf 218 000 - laut einem Ifo-Experten, weil wieder mehr Vorprodukte verfügbar waren.

Das Ifo-Institut schätzt die Zahl der Menschen in Kurzarbeit auf Basis eigener Umfragen und Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Nach aktuellen Daten der Bundesagentur haben Betriebe vom 1. bis einschließlich 26. Januar für 286 000 Personen Kurzarbeit angezeigt. Erfahrungsgemäß wird jedoch weniger Kurzarbeit tatsächlich in Anspruch genommen, als angezeigt wird. Endgültige Zahlen zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit hat die Bundesagentur stets erst verzögert.

Die Kurzarbeit in Deutschland war zu Beginn der Corona-Pandemie mit mehr als 6 Millionen Betroffenen im April 2020 in die Höhe geschnellt. Im Januar und Februar 2021 lag die Zahl über 3 Millionen. Danach sank sie zunächst, seit November steigt sie wieder an.

(dpa)

Umfrage: 47 Prozent lehnen neue Zuschauergrenze in Fußballstadien ab

09:06
04.02.2022
47 Prozent der Deutschen lehnen es ab, dass bundesweit einheitlich wieder bis zu 10 000 Zuschauer in Fußballstadien dürfen. Nur 38 Prozent befürworten diese neue Zulassungsgrenze unter Einhaltung von 2G oder der 2G-plus-Regelung, 14 Prozent machten bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov keine Angabe. Ein gemeinsamer Beschluss der Staats- und Senatskanzleien lässt wieder bis zu 10 000 Zuschauer und Zuschauerinnen bei einer Auslastung von maximal 50 Prozent bei Großveranstaltungen im Freien zu.

Auf Basis der YouGov Frage des Tages wurden am Donnerstag 1587 Personen in Deutschland ab 18 Jahren befragt.

(dpa)

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