Letztes Update:
20220203164454

Merz: Müssen in Corona-Pandemie Hoffnung auf Stück Normalität geben

15:05
03.02.2022
Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hat sich dafür ausgesprochen, in der Corona-Pandemie den Menschen eine Perspektive für Öffnungsschritte zu geben. Man müsse jetzt «ein Stück Zuversicht, ein Stück Hoffnung auf Normalität geben», sagte er am Donnerstag in Berlin bei der Klausurtagung der CSU-Bundestagsabgeordneten. Auch Fußballstadien müsse man wieder teilweise für Fans öffnen. «Die Menschen müssen wieder raus.»

Merz wies zudem auf immaterielle Schäden der Pandemie insbesondere bei Kindern und Jugendlichen hin. «Und deswegen unterstütze ich jeden Ansatz, die Schulen offen zu lassen, die Kindergärten, die Kindertagesstätten offen zu lassen und so viel Unterricht und Betreuung wie möglich stattfinden zu lassen.»

(dpa)

RKI legt Modellierungen zu möglichen Verläufen der Omikron-Welle vor

15:05
03.02.2022
Zu möglichen Verläufen der Omikron-Welle in Deutschland hat das Robert Koch-Institut (RKI) verschiedene Szenarien vorgelegt. Die Arbeit eines Teams vom RKI und der Humboldt-Universität Berlin, die am Donnerstag erschienen ist, legt unter anderem den Schluss nahe, dass das Abflachen der Welle effektiver ist als sie komplett zu unterdrücken. Bereits geringe Kontaktreduktionen könnten zur Entlastung beitragen.

Frühe, strikte und kurze Kontaktreduktionen hingegen führten laut Modellierung zu einem starken «Rebound»-Effekt, heißt es im Papier. Damit ist gemeint, dass nach dem Aufheben der Maßnahme die Ansteckungen vergleichsweise stark hochschießen würden.

Insgesamt ist laut dem Papier bis zum 1. April eine Gesamtzahl an gemeldeten Omikron-Fällen in Medianhöhe von 16,5 Millionen zu erwarten. Die Rede ist außerdem davon, dass im Median mit Maximalwerten in einer Größenordnung von 300 000 neuen Fällen pro Tag zu rechnen sei. Jeweils werden recht große Schwankungsbreiten angegeben, bei den Fällen pro Tag liegt die Streuung zum Beispiel bei 55 000 bis 800 000.

Die Modellierung und mehrere Aktualisierungen seien dem Bundesgesundheitsministerium bereits in den vergangenen Wochen präsentiert worden, hieß es am RKI.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte sich zuletzt mehrfach zum möglichen weiteren Verlauf der Welle geäußert und sich dabei auf Modellierungen berufen.

Modellierungen hängen von einer Reihe von Annahmen ab, was mit Unsicherheiten behaftet ist. Bei den Ergebnissen handelt es sich nach RKI-Angaben ausdrücklich nicht um Prognosen.

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden