Letztes Update:
20220203150217

Sechs Corona-Fälle im deutschen Olympia-Team

14:18
03.02.2022
Einen Tag vor der Eröffnungsfeier gibt es im deutschen Team bei den Olympischen Winterspielen in Peking sechs weitere Corona-Fälle. Ob unter den Infizierten auch Athleten sind, teilte der Deutsche Olympische Sportbund am Donnerstag zunächst nicht mit.

(dpa)

Land will Corona-Teststellen stärker kontrollieren

13:06
03.02.2022
Betreiber von Corona-Teststellen in Baden-Württemberg müssen sich künftig auf häufigere Kontrollen einstellen. Das Land werde erneut zeitnah einen externen Dienstleister beauftragen, um die lokalen Behörden bei dieser Aufgabe zu unterstützen, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Die Kontrollen würden unangekündigt in allen Stadt- und Landkreisen im Südwesten stattfinden.

«Derzeit erreichen uns wieder vermehrt Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern, dass Tests nicht korrekt durchgeführt werden», sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) in Stuttgart. Man werde deshalb die Teststellen im Land noch einmal verstärkt unter die Lupe nehmen. Bereits im August letzten Jahres hatten flächendeckende Kontrollen vereinzelt Mängel ergeben, in der Gesamtbetrachtung war das Ergebnis jedoch zufriedenstellend.

Das Hauptaugenmerk bei den Kontrollen soll vor allem auf der korrekten Einhaltung der Hygieneanforderungen und auf der Durchführung der Tests liegen. Aber auch der ordnungsgemäße Umgang mit personenbezogenen Daten werde genau geprüft, hieß es. Im Januar 2022 haben rund 4000 Teststellen in Baden-Württemberg sogenannte Bürgertests abgerechnet.

(dpa)

Studie: Impfquote bei Menschen mit Migrationsgeschichte niedriger

13:04
03.02.2022
Die Impfquote von Menschen mit Migrationshintergrund fällt einer Erhebung des Robert Koch-Instituts zufolge niedriger aus als bei Personen ohne Zuwanderungsgeschichte. Etwa 84 Prozent der Befragten mit Wurzeln in anderen Herkunftsländern gaben an, mindestens eine Corona-Schutzimpfung erhalten zu haben, sagte RKI-Wissenschaftlerin Elisa Wulkotte am Donnerstag in Berlin. Bei den befragten Personen ohne Migrationsgeschichte seien es 92 Prozent. Für die neue Covimo-Studie wurden Ende 2021 auf Deutsch, Russisch, Türkisch, Arabisch, Polnisch und Englisch jeweils 1000 Personen mit und ohne Migrationshintergrund befragt.

Man müsse bei beiden Quoten jedoch von einer «Überschätzung» ausgehen - der festgestellte Unterschied sei aber verlässlich. Denn insgesamt meldete das RKI am Donnerstag eine Erstimpfungsquote von 75,9 Prozent. Dass beide Werte der aktuellen Untersuchung höher ausfallen, liege daran, dass sich an solchen Befragungen tendenziell eher Menschen mit Vertrauen in Institutionen wie das RKI und mit positiver Impfhaltung beteiligten.

Wulkotte betonte, dass es bei Menschen mit Migrationshintergrund jedoch deutliche Potenziale gebe. Denn die Impfbereitschaft unter zugewanderten Menschen, die bisher noch keine Spritze erhalten hatten, sei höher als in anderen Gruppen. «Hier muss nachgesteuert werden.» Ganz wichtig sei es, nicht einfach pauschal zwischen Personen mit oder ohne Migrationshintergrund zu unterscheiden, sondern genau auf die beeinflussenden Faktoren zu schauen, mahnte die Expertin.

Weniger die Herkunft, sondern Deutsch-Sprachkenntnisse, Kriterien wie Bildung und Einkommen, aber auch das Alter spielten eine Rolle - je höher diese ausfallen, desto größer die Chancen, geimpft zu werden. Negativ können sich laut der Studie Diskriminierungserfahrungen im Gesundheitswesen auswirken. Falschinfos über die Sicherheit der Impfung grassierten zudem häufiger unter den Befragten aus der Gruppe mit Migrationsgeschichte.

Die Bielefelder Forscherin Doris Schaeffer kritisierte, es fehle auch nach zwei Jahren Pandemie Aufklärungs- und Informationskampagnen, die speziell auf die nicht-deutschsprachige, sehr heterogene Gruppe der Menschen mit Zuwanderungshintergrund ausgerichtet seien.

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden