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Ganze Klassen und Kita-Gruppen müssen nicht mehr in Quarantäne

15:05
02.02.2022
Das Land Baden-Württemberg ändert seine Quarantäne-Regeln in Schulen und Kitas: Künftig müssen nicht mehr ganze Klassen oder Gruppen in häusliche Isolation geschickt werden, selbst wenn es einen größeren Corona-Ausbruch gibt. «Damit schützen wir den Präsenzunterricht und gewährleisten einen einigermaßen geregelten Schul- und Kitabetrieb», sagte Sozialminister Manne Lucha (Grüne) am Mittwoch in Stuttgart.

Die Omikron-Virusvariante breite sich auch unter Kindern und Jugendlichen rasant aus. «Nach der alten Regel hätten immer mehr komplette Schulklassen und Kitagruppen in Quarantäne gehen müssen - das wollen wir verhindern», erklärte der Grünen-Politiker. Auch Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) hält den Schritt für verantwortbar: «Mit regelmäßigen Testungen, Masken, dem Förderprogramm für Luftfilter und Vorgaben zum Lüften können wir diesen Schritt gehen und gewähren weiterhin einen sehr hohen Schutz für die Jugendlichen und ihre Familien.»

Das Sozialministerium aktualisierte seinen Handlungsleitfaden für die Gesundheitsämter. Demnach müssen sich künftig nur noch positiv getestete Kitakinder und Schülerinnen und Schüler absondern. Bisher war es so, dass die ganze Klasse oder Kitagruppe in Quarantäne geschickt werden musste, wenn mehr als fünf Jugendliche oder Kinder oder 20 Prozent einer Klasse oder Gruppe infiziert waren.

Schopper sagte der dpa, über Fernunterricht sollten künftig die Schulleitungen noch flexibler entscheiden können. «Eigentlich ist es so, dass die Schulleitungen das relativ selbstständig entscheiden können.» Zwar bleibe 20 Prozent positiv Getestete der ungefähre Richtwert, sagte Schopper. Aber auch hier könnten die Schulleitungen selbst einschätzen, ob es sinnvoll sei, etwas früher oder erst später mit der Klasse in den Fernunterricht zu gehen.

(dpa)

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