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Tausende neue Corona-Fälle - aber Lage entspannt sich weiter leicht

18:59
24.02.2022
Baden-Württemberg hat den Höhepunkt der fünften Welle der Corona-Pandemie nach Einschätzung des Landesgesundheitsamtes vermutlich überschritten. Aber: Die Zahl der neuen registrierten Infektionen bleibt weiter auf hohem Niveau. Am Donnerstag wurden weitere 28 800 Infektionen bekannt. Insgesamt liegt die Zahl der bestätigten Fälle im Südwesten bei 2 030 950 (Stand: 16.00 Uhr). Weitere 34 Menschen starben bis zum Donnerstag am Virus oder im Zusammenhang damit, insgesamt sind es laut LGA nun 14 191 Tote.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei Neuinfektionen hat dagegen weiter abgenommen, wie aus dem Tagesbericht hervorgeht. Innerhalb der vergangenen Woche wurden bei 1451,8 Menschen je 100 000 Einwohner Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen. Das waren 42,5 weniger als am Vortag. In der Vorwoche hatte der Wert bei 1645,8 gelegen.

Auch die Lage auf den Intensivstationen im Land entspannt sich zunehmend: Am Donnerstag wurden noch 280 Covid-Patientinnen und -Patienten behandelt, ein Rückgang um 11 Menschen und weniger als vor einer Woche (286). Im Moment sind den Angaben nach 12,6 Prozent der Intensivbetten mit Covid-Erkrankten belegt - 12,8 waren es in der Vorwoche.

Die Zahl der Corona-Infizierten in Baden-Württemberg, die innerhalb einer Woche und pro 100 000 Einwohner in ein Krankenhaus kamen, stieg um 0,1 auf 7,7. Eine Woche zuvor hatte die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz im Land allerdings noch bei 8,0 gelegen.

(dpa)

Untererfassung bei Impfnebenwirkungen? Kasse stößt auf Widerspruch

18:28
24.02.2022
Um mögliche Nebenwirkungen von Impfstoffen noch besser zu analysieren, sollen die offiziellen Impfquoten in einer Studie mit Daten der Krankenkassen verknüpft werden. Sie solle zeitnah starten, teilte das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) am Donnerstag in Langen mit. Die Krankenkasse BKK Provita will nach einer Analyse von Versichertendaten auf erheblich höhere Zahlen bei Nebenwirkungen der Corona-Impfstoffe gekommen sein als offiziell gelistet.

«Unsere Analyse zeigt, dass wir es hier mit einer deutlichen Untererfassung zu tun haben» sagte BKK-Provita-Vorstand Andreas Schöfbeck der «Welt» (Donnerstag). Die offiziellen Zahlen zu den unerwünschten Impfnebenwirkungen müssten «dringend plausibilisiert werden». In einem Schreiben an PEI-Präsident Paul Cichutek nennt Schöfbeck der Zeitung zufolge die Auswertung ein «erhebliches Alarmsignal, das unbedingt beim weiteren Einsatz der Impfstoffe berücksichtigt werden muss».

Dem PEI liegt der Brief nach eigenen Angaben seit Dienstag vor. Man könne die Daten nicht beurteilen, «da das Institut bislang keinen Zugang zu den Originaldaten hat und ihm außerdem keine Informationen zur Auswertungsmethode vorliegen». Die Angaben im Schreiben seien «allgemein und unspezifisch». So werde nicht angegeben, wie viele Fälle sich auf leichte und wie viele auf - meldepflichtige - schwerwiegende Reaktionen beziehen. Generell seien Abrechnungsdaten nicht mit Nebenwirkungen gleichzusetzen. «Darüber hinaus ist aus dem Schreiben nicht zu entnehmen, ob tatsächlich ein ursächlicher Zusammenhang mit der Impfung festgestellt worden ist.»

Man sei hellhörig geworden, als im Fallmanagement der BKK Provita immer öfter Diagnosen aufgetreten seien, die auf Impfnebenwirkungen schließen ließen, berichtete die Kasse. Daraufhin habe man die Datenpools aller BKK-Kassen ausgewertet und alle für Impfnebenwirkungen vorgesehenen Diagnose-Codierungen herausgefiltert. Der BKK Dachverband teilte allerdings per Twitter mit, «dass die Daten nicht wie gemeldet vom BKK Dachverband stammen». Inhaltlich wollte der Dachverband keine Stellung nehmen.

Die BKK Provita behauptet in einer Analyse, die der «Welt» vorlag, dass alleine in den ersten sieben Monaten des Jahres 2021 seien 216 695 BKK-Versicherte wegen Nebenwirkungen durch Impfstoffe behandelt wurden. Die Daten bezögen sich auf 10,9 Millionen Versicherte. Zum Vergleich: Bis Ende 2021 verzeichnete das PEI auf Basis von 61,4 Millionen Geimpften lediglich 244 576 Nebenwirkungsmeldungen. Zur Art und Schwere der Beschwerden könne man nichts sagen: «Klar ist nur: Es ist den Leuten so schlecht gegangen, dass sie zum Arzt gegangen sind.»

Der Virchowbund, der niedergelassene Ärztinnen und Ärzte vertritt, kritisierte die «Schwurbel-BKK»: Es handle sich entweder um «peinliches Unwissen oder hinterlistige Täuschungsabsicht». Die Schlussfolgerungen aus der Datenlage seien «kompletter Unfug», sagte Bundesvorsitzender Dirk Heinrich. Die BKK Provita vermische zwei völlig unterschiedliche Bereiche: die ärztliche Diagnose-Codierung und die Meldung an das PEI. «Offenbar will man vor allem Werbung in der impfkritischen Klientel machen.»

(dpa)

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