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Millionenschaden durch Betrügereien mit Schnelltests

15:46
23.02.2022
Wegen mutmaßlicher Betrügereien mit Corona-Schnelltests sind im Raum Karlsruhe und in Südbaden sechs Personen im Alter zwischen 25 und 33 Jahren festgenommen worden. Vier von ihnen kamen in Untersuchungshaft, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Zwei weitere sollten noch am Nachmittag dem Haftrichter vorgeführt werden. Es sei ein Schaden in Millionenhöhe entstanden. Mehr als 50 Teststationen wurden dicht gemacht.

Die Razzia mit über 200 Beamten erfolgte bereits am Dienstag. Es seien zahlreiche Wohnungen, Lokale, Büroräume und Teststationen durchsucht worden. Die mutmaßlichen Betrüger sollen unter anderem in Karlsruhe, im nördlichen Landkreis Karlsruhe sowie im Bereich Lörrach/Weil am Rhein zahlreiche Corona-Teststellen betrieben und mehr Tests abgerechnet haben als durchgeführt worden waren. Die exakte Schadenshöhe war zunächst unklar. Zugleich wurden Auszahlungsansprüche in Höhe von über 4,5 Millionen Euro gepfändet.

Die Polizei beschlagnahmte unter anderem Bargeld in Höhe von etwa 1,3 Millionen Euro, zwei Schusswaffen nebst Munition sowie mehrere Autos und andere Wertgegenstände. 

(dpa)

Island hebt alle Corona-Beschränkungen auf

14:44
23.02.2022
Nach einer Reihe von anderen nordeuropäischen Ländern hebt auch Island alle Corona-Beschränkungen auf. Sowohl die im Inland geltenden Maßnahmen als auch die Beschränkungen bei der Einreise fallen am Freitag weg, wie die isländische Regierung am Mittwoch in der Hauptstadt Reykjavik bekanntgab. «Wir bekommen unser normales Leben zurück», sagte Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir. Wer Symptome zeigt, wird allerdings weiterhin gebeten, zu Hause zu bleiben. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bei Kontakt mit Risikogruppen wird ebenfalls weiter empfohlen.

Bereits Anfang Februar hatte Dänemark praktisch alle geltenden Corona-Beschränkungen aufgehoben. Schweden und Norwegen hatten einige Tage darauf nachgezogen. In Finnland sollen die letzten Beschränkungen planmäßig am 1. März wegfallen.

(dpa)

UN-Berichterstatter: Nordkorea sollte 60 Millionen Impfdosen erhalten

13:49
23.02.2022
Die Lieferung von Millionen von Corona-Impfstoffen an Nordkorea könnte nach Ansicht eines UN-Menschenrechtsexperten als Hebel dienen, um das Land zu öffnen. Das Land sei angesichts der Schließung seiner Grenzen wegen der Pandemie isolierter denn je, sagte der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für die Menschenrechtssituation in Nordkorea, Tomas Ojea Quintana, am Mittwoch in Seoul. Der Argentinier rief die internationale Staatengemeinschaft auf, «sich auf eine Strategie zu einigen, um die Volksrepublik mit 60 Millionen Impfdosen zu versorgen». Die Menschen des Landes könnten dann mindestens zweimal geimpft werden.

Quintana räumte ein, dass die Regierung in Pjöngjang misstrauisch sei, schon eine kleine Menge von Vakzinen zu erhalten. Dann könnte die Regierung unter Druck stehen, noch mehr zu akzeptieren.

Nordkorea ist eines der isoliertesten Länder. Es hatte seine Grenzen schon frühzeitig geschlossen, um die Einschleppung des Coronavirus zu verhindern. Bisher gab es weder Berichte über Infektionsfälle in dem autoritär regierten Land, noch ist nichts darüber bekannt geworden, dass es Corona-Impfstoffe importiert hat. Die internationale Impfstoff-Initiative Covax hatte die Menge, die dem Land zugeteilt war, zuletzt reduziert.

Die Lieferung von Impfstoffen könne ein Schlüssel dafür sein, das Land aus der Isolation zu bringen, sagte Quintana. Es sei wichtig, dass damit begonnen werde, die Bevölkerung zu impfen. Damit hätte die Regierung keinen Vorwand mehr, die Grenzen geschlossen zu halten. «Nordkoreas Zugang zu Informationen wird stärker kontrolliert, weil das Land sich noch weiter vom Rest der Welt isoliert.» Die strengen Quarantänemaßnahmen hätte zudem dazu geführt, dass die Marktaktivitäten der Menschen gedrosselt und ihr Zugang zu den nötigsten Dingen blockiert werde. 

(dpa)

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