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Donnerstag, 17. Februar

Expertenrat: Kindeswohl bei Corona prioritär in den Blick nehmen

19:11
17.02.2022
Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung fordert, dem Wohl von Kindern in der Pandemie eine hohe Priorität einzuräumen. «Die Pandemie belastet Kinder und Jugendliche aus vielfältigen Gründen besonders stark», teilte der Expertenrat am Donnerstag in seiner siebten Stellungnahme in Berlin mit.

«Dies schließt zum einen, wenn auch in geringerem Ausmaß als in anderen Altersgruppen, die primäre Krankheitslast durch die SARS-CoV-2-Infektion selbst ein», hieß es. Besonders schwerwiegend sei allerdings die sogenannte sekundäre Krankheitslast durch psychische und physische Erkrankungen der Kinder und Jugendlichen. Sie würden ausgelöst etwa durch Lockdown-Maßnahmen, Belastungen in der Familie wie Angst, Krankheit, Tod oder Existenzverlust, Verlust an sozialer Teilhabe oder an Planungssicherheit. «Besonders betroffen davon sind Kinder aus sozial benachteiligten Familien.»

Kinder müssten vor Infektionen und vor Erkrankungen infolge der Pandemie gleichermaßen geschützt werden.

(dpa)

75 Prozent der deutschen Bevölkerung nun grundimmunisiert

18:27
17.02.2022
Im Kampf gegen das Coronavirus sind nun drei Viertel der deutschen Bevölkerung grundimmunisiert. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag haben mindestens 62,4 Millionen Menschen oder 75 Prozent der Bevölkerung einen Grundschutz erhalten, für den meist zwei Spritzen nötig sind. Von den am Mittwoch verabreichten 175 000 Impfdosen führten 40 000 zu einer Grundimmunisierung - 122 000 Dosen wurden als Auffrischungsimpfungen gespritzt.

Insgesamt haben 46,5 Millionen Personen (55,9 Prozent) mindestens eine Auffrischungsimpfung erhalten. Eine Impfdosis haben 63,3 Millionen Menschen oder 76,2 Prozent der Bevölkerung bekommen. 19,8 Millionen Menschen sind ungeimpft. Das entspricht 23,8 Prozent der Bevölkerung. Für vier Millionen von ihnen (4,8 Prozent) ist allerdings bisher kein Impfstoff zugelassen, weil sie vier Jahre oder jünger sind.

Das RKI weist seit längerem darauf hin, dass die ausgewiesenen Zahlen als Mindestimpfquoten zu verstehen sind. Eine hundertprozentige Erfassung durch das Meldesystem könne nicht erreicht werden. Das RKI geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt als auf dem Dashboard angegeben.

(dpa)

Sieben-Tage-Inzidenz in BaWü steigt weiter - trotzdem Öffnungen

17:33
17.02.2022
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg bei den Corona-Neuinfektionen ist am Donnerstag weiter gestiegen. Innerhalb einer Woche wurden bei 1645,8 Menschen je 100 000 Einwohner Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilte (Stand: 16.00 Uhr). Das waren 3 mehr als am Vortag und 81 mehr als vor einer Woche.

Im Vergleich zum Mittwoch meldete die Behörde 34 270 neue Infektionen, womit die Zahl der registrierten Fälle seit Beginn der Pandemie auf 1 854 802 kletterte. Am Coronavirus oder im Zusammenhang damit starben 27 Menschen, so dass die Gesamtzahl der Toten jetzt
14 019 beträgt. Etwa durch die hohe Auslastung der Testkapazitäten gehen Experten von einer großen Dunkelziffer bei unerkannten Infektionen aus. Mancherorts gibt es einen starken Meldeverzug.

Auf den Intensivstationen im Land lagen am Donnerstag 286 Covid-Patientinnen und -Patienten, 3 mehr als am Vortag. Damit sind den Angaben nach 12,8 Prozent der Intensivbetten mit Covid-Erkrankten belegt. Die Zahl der Corona-Infizierten, die innerhalb einer Woche und pro 100 000 Einwohner in ein Krankenhaus kamen, stieg um 0,3 auf 8 (Vorwoche: 7,6).

Baden-Württemberg schafft schon Mitte nächster Woche zahlreiche Corona-Auflagen ab und öffnet damit schneller als im Bund-Länder-Beschluss vorgesehen. Mit der Rückkehr zur Warnstufe dürfen Clubs und Discos nach dreimonatiger Schließung nun unter bestimmten Bedingungen wieder öffnen, die Zugangsregeln für Restaurants werden gelockert, Messen sind wieder erlaubt und bei Veranstaltungen werden deutlich mehr Zuschauer zugelassen. Nur bei Fastnachtsumzügen will Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) hart bleiben.

(dpa/lsw)

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