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IOC: Kein automatischer Olympia-Abbruch bei höheren Corona-Zahlen

06:38
02.02.2022
Im Fall steigender Corona-Zahlen bei Olympia will das IOC keine Grenzmarke für einen Abbruch der Winterspiele festlegen.

«Wir setzen uns keine Schwellenwerte. Es geht auch nicht nur um die konkreten Zahlen, sondern auch darum, inwieweit Fälle innerhalb der Blase miteinander zusammenhängen», sagte Brian McCloskey, Leiter der Medizinischen Expertenkommission, am Mittwoch in Peking. Bislang habe es in der Corona-Blase vor Beginn der Spiele bei den ermittelten Infektionen keine miteinander verbundenen Fälle gegeben, fügte der Experte des Internationalen Olympischen Komitees hinzu.

Insgesamt zählten die chinesischen Organisatoren bis zum Dienstag 232 positive Tests. Davon wurden 136 Infektionen bei den Kontrollen am Flughafen festgestellt, 96 innerhalb des sogenannten «geschlossenen Kreislaufs» für alle Olympia-Beteiligten. Die meisten positiv Getesteten würden keine Symptome zeigen, sagte McCloskey. Elf Infizierte hätten allerdings im Krankenhaus behandelt werden müssen. «Keiner dieser Fälle war ernsthafter Natur», sagte der IOC-Arzt.

Wenn die meisten Teilnehmer in Peking angekommen seien, würden die Fallzahlen voraussichtlich sinken. «Diejenigen, die sich an das Regelwerk halten, haben eine sehr niedrige Wahrscheinlichkeit, positiv getestet zu werden», versicherte McCloskey.

Für die Winterspiele gilt ein strenges Corona-Sicherheitskonzept. Alle Beteiligten - von Athleten bis hin zu Journalisten - sind vollständig vom Rest der chinesischen Bevölkerung getrennt. Um Infektionen möglichst rasch zu erkennen, muss jeder innerhalb der Olympia-Blase täglich einen PCR-Test absolvieren.

(dpa)

Zusätzliche Kosten für 2G-Kontrollen lassen sich inzwischen anrechnen

05:12
02.02.2022
Betriebe im Einzelhandel und in der Gastronomie können zusätzliche Kosten durch 2G-Kontrollen inzwischen anrechnen lassen und auf Abschlagszahlungen hoffen. Den Aufwand für die Kontrollen auszugleichen, war eine Initiative mehrerer Bundesländer, unter anderem Berlins.

«Die Antragsstellung für die Überbrückungshilfe ist bereits möglich», sagte Berlins Wirtschaftssenator Stephan Schwarz. Die Schnittstelle zwischen dem Bund und in Schwarz' Fall der Investitionsbank Berlin werde gerade noch aufgebaut, sagte der Senator. «Darauf muss man aber nicht warten, es gibt die Möglichkeit, nach einer ersten Prüfung schon Abschläge vom Bund zu bekommen», sagte Schwarz. «Das ist die Vereinbarung.»

Für die Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen gilt grundsätzlich dies: Betriebe, die mindestens 30 Prozent Umsatzrückgang bezogen auf den Vergleichsmonat 2019 haben, können bis zu 90 Prozent ihrer förderfähigen Fixkosten anrechnen lassen. Der Bund zahlt dann einen Zuschuss. «Und der zusätzliche Personalaufwand für die Kontrollen kann bei den Fixkosten angerechnet werden», sagte Schwarz. «Ich glaube, das ist eine kleine Hilfestellung in einer sehr, sehr schwierigen Situation.»

Das Hilfsangebot ziele vor allem auf den Facheinzelhandel, nicht die ganze Handelsbranche, sagte Schwarz - im Lebensmitteleinzelhandel etwa sind keine 2G-Kontrollen nötig. «Es kommt auch für die Gastronomie infrage, aber da wird es nicht so eine große Rolle spielen.»

(dpa)

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