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Lauterbach wehrt sich gegen den Ausdruck "Freedom Day"

23:03
16.02.2022
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) lehnt den Ausdruck «Freedom Day» für die von der Bund-Länder-Runde beschlossenen weitreichenden Corona-Lockerungen bis zum 20. März ab. «Ich benutze diesen Begriff überhaupt nicht und finde auch nicht, dass er angemessen ist», sagte der Minister am Mittwochabend in der ARD-Sendung «maischberger. die woche».

Auch nach dem 20. März gebe es noch immer Personen, die das Coronavirus gefährde - etwa ältere Menschen, bei denen die Impfungen nicht so gut wirke. «Für diese Menschen wird es nie eine wirklich volle Freiheit geben», betonte Lauterbach. «Ich finde es daher nicht richtig, so zu tun, als wenn es für jeden komplett Normalität gäbe.»

Der Gesundheitsminister mahnte, dass Covid-19 als zusätzliche Krankheit bleiben werde und die Welt auch nach Mitte März nicht so sein werde, wie vor der Pandemie. «Ich glaube dass wir uns zehn Jahre lang mit Covid beschäftigen werden, aber in abnehmender Intensität.»

Bund und Länder hatten am Mittwoch einen Plan für schrittweise Öffnungen bis hin zu einem möglichen Ende aller einschneidenden Corona-Auflagen am 20. März vereinbart. Danach soll aber ein «Basisschutz» mit bestimmten Maßnahmen möglich bleiben.

(dpa)

Kapitel

Mittwoch, 16. Februar

Spanien hebt Zuschauer-Beschränkungen ab 4. März komplett auf

19:10
16.02.2022
Im Gegensatz zu den deutschen Clubs darf in der spanischen Primera Division schon bald wieder in voll besetzten Fußballstadien gespielt werden. Am 4. März sollen alle wegen der Corona-Pandemie angeordneten Zuschauer-Beschränkungen wieder aufgehoben werden, kündigte Gesundheitsministerin Carolina Darias am Mittwoch an.

Aber auch schon jetzt profitieren spanische Clubs von gemäßigteren Regeln. So ist derzeit eine Auslastung von 85 Prozent der Anlagen unter freiem Himmel und 75 Prozent bei Hallensportarten erlaubt. Die Maskenpflicht bleibe laut Darias aber in Kraft. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist in den vergangenen Wochen stark auf nur noch 380 gefallen.

In Deutschland waren über Monate nur Geisterspiele möglich, zuletzt galt im Außenbereich grundsätzlich eine Obergrenze von bis zu 10 000 Zuschauern. In manchen Stadien der Fußball-Bundesliga waren es nach darüber hinaus wirksamen Genehmigungen in den jeweiligen Ländern auch schon wieder 15 000 Fans.

Einige Bundesligisten haben gegen diese Beschränkungen geklagt. Neben den hohen wirtschaftlichen Einbußen sehen sie auch Wettbewerbsnachteile im internationalen Vergleich. In England wurde sogar trotz der Omikron-Variante weiter in vollen Stadien gespielt.

(dpa)

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