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Vietnam will Quarantäne für Reisende Mitte März aufheben

10:48
16.02.2022
Gute Nachrichten für Südostasien-Fans: Auch Vietnam will internationalen Touristen bald wieder eine quarantänefreie Einreise ermöglichen. Das Land am Mekong hatte seit Beginn der Corona-Pandemie vor zwei Jahren seine Grenzen fast komplett für ausländische Gäste geschlossen.

Ab dem 15. März müssten zweifach geimpfte Urlauber sowie kürzlich Genesene nur noch einen PCR-Test vor der Abreise und einen Antigen-Test nach der Ankunft machen und dann eine Nacht in einem Hotel auf das Ergebnis warten, teilte die Regierung am Mittwoch mit.

Das Tourismusministerium forderte die Regierung zudem auf, die Visumsregeln, die vor der Pandemie gegolten hatten, wieder einzuführen. Demnach können sich Reisende aus 24 Ländern bis zu 15 Tage visafrei in dem südostasiatischen Land aufhalten, darunter auch aus Deutschland.

Die wichtige Tourismusindustrie in dem beliebten Reiseland liegt seit Beginn der Viruskrise komplett am Boden. Viele Mitarbeiter der Branche hatten die Regierung schon seit Monaten aufgefordert, die Grenzen zu öffnen.

In Thailand können Touristen bereits wieder quarantänefrei Ferien machen, allerdings sind am ersten und fünften Tag PCR-Tests fällig. Auch Indonesien mit der beliebten Urlaubsinsel Bali hat angekündigt, dass die Quarantäne nach der Einreise ab April komplett wegfallen soll.

(dpa)

Untersuchung: Niederlande schlecht auf Pandemie vorbereitet

10:30
16.02.2022
Die Niederlande waren nach einem Untersuchungsbericht unzureichend auf die Pandemie vorbereitet. Da es keine nationalen Pläne und nur wenig Erfahrung gegeben habe, hätten die Behörden in der Beginnphase der Krise 2020 vor allem improvisiert.

Das stellt der staatliche Rat für Sicherheitsfragen (OVV) in einer ersten Untersuchung über das Vorgehen der Behörden während der Corona-Pandemie fest. Der umfassende Bericht wurde am Mittwoch in Den Haag präsentiert.

Die Regierung sei zunächst davon ausgegangen, dass es nur regionale Ausbrüche geben werde. Man habe zu lange nur auf Bekämpfung des Coronavirus gesetzt und die schweren Folgen für die Gesellschaft nicht im Blick gehabt, heißt es in dem Bericht.

Vor allem die Pflegeheime seien allein gelassen worden, rügt der Rat. 2020 habe sich dort «eine stille Katastrophe» vollzogen. So fehlte es an Schutzkleidung und Masken, heißt es in dem Bericht. «Schutzmittel wurden vor allem Krankenhäusern und der akuten Gesundheitsversorgung zur Verfügung gestellt, aber nicht Pflegeheimen.» Später verhängte die Regierung ein Besuchsverbot mit «großen sozialen und psychischen Folgen», stellen die Untersucher fest.

Gut die Hälfte aller Todesfälle durch Corona 2020 waren Bewohner von Pflegeheimen. Bis Ende 2020 waren rund 10 000 Todesfälle durch Covid-19 registriert worden. Die Behörden gehen jedoch von 15 000 Toten durch die Pandemie aus.

Der Rat für Sicherheitsfragen war beauftragt worden, das Vorgehen der Behörden in der Krise zu evaluieren. Ein zweiter Bericht soll im Sommer erscheinen.

(dpa)

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