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Nächster Ausfall für DFB-Frauen: Sjoeke Nüsken mit Corona

14:31
14.02.2022
Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat in Sjoeke Nüsken von Eintracht Frankfurt einen weiteren Ausfall für den Arnold Clark Cup der Fußballerinnen in England. Die vielseitig einsetzbare 21-Jährige fehlt bei dem Vier-Nationen-Turnier wegen eines positiven Coronatests, wie der DFB am Montag mitteilte. Das deutsche Team startet am Donnerstag (15.30 Uhr/ARD-Livestream) in Middlesbrough gegen Spanien.

Nächster Gegner ist am Sonntag in Norwich Olympiasieger Kanada, am 23. Februar geht es in Wolverhampton gegen England. Eine Nachnominierung werde derzeit noch geprüft, hieß es beim Deutschen Fußball-Bund. Voss-Tecklenburg hat bereits eine ganze Reihe von Spielerinnen, die bei der Generalprobe für die EM im Juli ebenfalls in England fehlen: unter anderem Kapitänin Alexandra Popp, Ersatzkeeperin Almuth Schult, Svenja Huth, Lena Lattwein (alle VfL Wolfsburg), Marina Hegering (FC Bayern München), Spielmacherin Dzsenifer Marozsan (Olympique Lyon) und Melanie Leupolz (FC Chelsea).

(dpa)

Krankenhausgesellschaft: Belegungszahlen gehen erst im März zurück

14:30
14.02.2022
Die sich andeutende Entspannung der Corona-Lage wird sich nach Einschätzung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) erst in einigen Wochen in den Kliniken bemerkbar machen. Es sei erst im Laufe des März mit einer deutlichen Reduktion der Belegungszahlen zu rechnen, teilte die DKG auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Montag mit. Der Expertenrat der Bundesregierung hatte in einer am Sonntagabend veröffentlichten Stellungnahme eine mögliche Lockerung der Coronamaßnahmen an die Lage in den Krankenhäusern geknüpft: «Ein Zurückfahren staatlicher Infektionsschutzmaßnahmen erscheint sinnvoll, sobald ein stabiler Abfall der Hospitalisierung und Intensivneuaufnahmen und -belegung zu verzeichnen ist.» Am Mittwoch werden Bund und Länder über den weiteren Corona-Kurs beraten.

«Die sehr hohen Inzidenzen der vergangenen Wochen kommen erst mit Zeitverzug in den Kliniken an», erläuterte Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der DKG. «Wir hatten in der letzten Woche mehr als eine Million Infizierte, die Krankenhausfälle werden uns in rund 7 bis 10 Tagen erreichen.» Auch wenn die Hospitalisierungsrate bei der derzeit kursierenden Omikron-Variante deutlich geringer sei als bei Delta, würden sich die Zahlen der positiv Getesteten in den Kliniken in den kommenden zwei bis drei Wochen weiter erhöhen. «Gut ist, dass die Steigerung auf Intensivstationen bis dato sehr gering ist.»

Der Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz war seit einigen Tagen deutlich abgebremst, an den vergangenen beiden Tagen ging die Inzidenz sogar zurück, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag hervorgeht. Allerdings ist denkbar, dass diese Entwicklung eher die Folge eines überlasteten Melde- und Testsystems ist. Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Montag mit 5,93 (Freitag: 6,46). Darunter können auch Menschen mit positivem Corona-Test sein, die eine andere Haupterkrankung haben.

(dpa)

Grüne hoffen auf Impfpflicht-Debatte im Bundestag diese Woche

14:30
14.02.2022
Die Grünen hoffen, dass die Bundestagsdebatte über eine Corona-Impfpflicht spätestens an diesem Freitag beginnen wird. Ihr Ziel sei es, dass Ende der Woche über die verschiedenen Anträge zur Impfpflicht debattiert werde, sagte die designierte Parteivorsitzende Ricarda Lang am Montag in Berlin. Sie gehe davon aus, dass alle Antragsteller «gerade unter Hochdruck arbeiten, um das auch gewährleisten zu können». Sie würde sich freuen, wenn die Frage der Impfpflicht vielleicht weniger als bisher «für parteipolitische Spielchen genutzt» werde.

Lang sagte: «Wir haben in der Debatte um die Impfpflicht ja immer wieder das Problem, dass die Zustimmung vor allem dann groß ist, wenn wir in einer brenzligen Situation sind.» Wenn dann eine allmähliche Verbesserung der Situation eintrete, so wie im Moment, wachse die Zurückhaltung. Das sei der falsche Umgang mit dem Thema, betonte Lang, die selbst eine Corona-Infektion hinter sich hat. Denn die Impfpflicht helfe nicht in der akuten Situation, sondern schaffe Sicherheit für die Zukunft.

Wie zuvor bereits ihr Parteikollege, Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, plädierte auch Lang dafür, möglichst bald einen Plan für eine stufenweise, regional differenzierte Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu erarbeiten.

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen am Mittwoch mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) über Lockerungen beraten. Es wird erwartet, dass ein Öffnungsplan entworfen wird. Unklar ist, wie schnell Lockerungen kommen und ob das bis 19. März befristete Infektionsschutzgesetz als Grundlage der Maßnahmen verlängert wird.

Bereits bekannt sind zwei Gruppenanträge von Abgeordneten verschiedener Fraktionen: einer für eine Impfpflicht ab 18 Jahren und einer gegen eine Impfpflicht. Über sie soll ohne Fraktionszwang abgestimmt werden. In Vorbereitung ist ein weiterer Antrag, der eine Beratungspflicht vorsieht und - falls damit keine ausreichende Impfquote erreicht werden kann - eine befristete Impfpflicht ab 50 Jahren.

Die Bundestagsfraktion von CDU und CSU hat den Aufbau eines Impfregisters vorgeschlagen. Einen präventiven Impfpflichtbeschluss zum jetzigen Zeitpunkt lehnt sie ab. Stattdessen spricht sie sich für einen «gestuften Impfmechanismus» aus, den Bundestag und Bundesrat bei verschärfter Pandemielage in Kraft setzen könnten. Dieser könnte dann auch eine Impfpflicht vorsehen, allerdings nur für bestimmte besonders gefährdete Bevölkerungs- und Berufsgruppen.

(dpa)

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