Letztes Update:
20220214084627

Nach Corona-Chaos: Ski-Freestylerin Weiß verpasst Sprung-Finale

08:46
14.02.2022
Nach turbulenten Tagen und einer Test-Tortur ist Ski-Kunstspringerin Emma Weiß bei den Olympischen Winterspielen in China ausgeschieden. Die 22-Jährige wurde in der wetterbedingt von Sonntag auf Montag verlegten Qualifikation des Sprungwettbewerbs 20. und durfte somit nicht mehr als eine der zwölf besten Athletinnen im Finale um die Medaillen kämpfen. Ihren ersten Versuch konnte die Sportlerin vom Freestyle Club Zollernalb bei der Landung nicht sauber stehen, für den besseren zweiten erhielt sie 75,98 Punkte.

Der Start der Deutschen bei den Spielen war lange offen gewesen. Nachdem sie sich im November mit Corona infiziert hatte, fielen ihre Tests immer mal wieder positiv aus - auch bei der Einreise in Peking in der vergangenen Woche. Bei weiteren Tests im olympischen Dorf lag der CT-Wert, der darüber Aufschluss gibt, ob ein mit dem Virus infizierter Mensch ansteckend ist, dann über 35. Die Tests galten somit als negativ, Weiß wurde daraufhin als Close Contact geführt. Sie aß alleine in ihrem Zimmer, durfte aber normal trainieren.

In der Disziplin Aerials springen die Athletinnen über eine steile Schanze fast senkrecht nach oben in die Luft und zeigen spektakuläre Kombinationen aus Salti, Drehungen und Grätschen.

(dpa)

Günther: Mehr auf Basis-Schutzmaßnahmen konzentrieren

07:36
14.02.2022
Vor den Bund-Länder-Beratungen zum künftigen Corona-Kurs hat Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther für einen Schritt in Richtung Normalität plädiert. Das Pandemie-Management von Bund und Ländern müsse wieder verständlicher werden, sagte der CDU-Politiker der «Welt» (Montag). «Das schafft man nicht, wenn man jedes Detail möglichst kleinteilig regelt. Wir müssen uns jetzt wieder mehr auf die Basisschutzmaßnahmen konzentrieren und auf die Eigenverantwortung der Menschen verlassen.» Günther sprach sich dafür aus, auch bundesweit «einen großen Schritt in Richtung Normalität zu gehen, der für alle nachvollziehbar ist».

Dem Deutschlandfunk sagte Günther am Montag: «Wir haben jetzt Möglichkeiten, die Schutzmaßnahmen ein Stück zurückzufahren.» Dabei könne 2G (nur Genesene und Geimpfte) im Einzelhandel «auf jeden Fall» gestrichen werden. Für das Ende der Maskenpflicht in Schulen sei es dagegen «noch einen Ticken zu früh». Das Tragen von Masken werde eher zu den letzten Schutzmaßnahmen gehören, die freiwillig werden. In Sachen Großveranstaltungen könne den Menschen auf jeden Fall wieder Hoffnung gemacht werden. «Ich glaube, dass wir in der Perspektive in Stufen wieder öffnen können, dass wir Großverstaltungen wieder möglich machen.»

Die Länder-Ministerpräsidenten wollen am Mittwoch mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) beraten. Als sicher gilt, dass ein Öffnungsplan entworfen wird - weil Omikron-Erkrankungen bei vielen glimpflicher ausgehen als die mit früher vorherrschenden Varianten. Fraglich ist, wie schnell und in welchen Schritten Lockerungen kommen und ob das bis 19. März befristete Infektionsschutzgesetz als Grundlage der Maßnahmen vorsorglich verlängert wird. Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte zuvor erstmals seit Ende Dezember eine niedrigere bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz als am Vortag mitgeteilt - wobei die Aussagekraft der Daten derzeit eingeschränkt ist. Medizinische Experten halten es für vertretbar, einen Öffnungsplan zu entwickeln, mahnen aber zur Vorsicht.

(dpa)

Abgeordneter Ullmann: Antrag für Impfpflicht ab 50 kommt diese Woche

07:11
14.02.2022
Im Ringen um eine allgemeine Impfpflicht soll der letzte noch ausstehende Gruppenantrag von Bundestagsabgeordneten in dieser Woche vorgelegt werden. Das kündigte der FDP-Abgeordnete Andrew Ullmann als Initiator am Montag im ARD-«Morgenmagazin» an. Die Unterstützer planen eine Beratungspflicht und falls damit keine ausreichende Impfquote erreicht werden kann, eine befristete Impfpflicht ab 50 Jahren.

Bereits bekannt sind zwei Gruppenanträge von Abgeordneten verschiedener Fraktionen: einer für eine Impfpflicht ab 18 Jahren und einer gegen eine Impfpflicht. Über sie soll ohne Fraktionszwang abgestimmt werden. Die Union lehnt das Verfahren ab und schlägt ein Impfvorsorgegesetz vor, das im Notfall die Möglichkeit vorsieht, eine Impfpflicht einzuführen.

«Wir werden diese Woche unseren Antrag präsentieren», sagte Ullmann. «Und dann werden wir die erste Lesung im März durchführen können, wir werden dann auch die Anhörung gleich durchführen können. Und in der zweiten Parlamentswoche im März wird dann auch die zweite/dritte Lesung stattfinden können.» Das wäre dann spätestens am 25. März der Fall.

Ursprünglich war erwogen worden, noch diese Woche mit der ersten Beratung über eine allgemeine Impfpflicht zu beginnen. Ullmann verteidigte seine Gruppe gegen Kritik an der Verzögerung. Die Gesetzesvorlage müsse genau ausformuliert sein, und es sei ja auch noch Zeit, sagte er. Denn: «Egal ob wir jetzt diese Woche anfangen oder im März anfangen mit der ersten Lesung: In der ersten Aprilwoche tagt der Bundesrat, und da muss es dann ja auch noch verabschiedet werden.»

Unabhängig von der allgemeinen Impfpflicht wird in der Politik auch noch über die bereits beschlossene einrichtungsbezogene Impfpflicht für Kliniken und Pflegeheime diskutiert. Dabei geht es aber um die Details ihrer Umsetzung.

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden