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Epidemiologe: Ende von regelmäßigen Tests und Isolation im Frühjahr

04:03
11.02.2022
Der Epidemiologe des Landesgesundheitsamts, Stefan Brockmann, rechnet mit einem Ende von regelmäßigen Corona-Tests und der Isolation von Infizierten noch in diesem Frühjahr.

Man werde nach Ende der Wintersaison wahrscheinlich wirklich eine neue Lage haben, sagte Brockmann am Donnerstagabend in der Sendung «Zur Sache Baden-Württemberg» im SWR Fernsehen.

«Wir werden das routinemäßige Testen einstellen», sagte der Leiter des Referats Epidemiologie und Gesundheitsschutz beim Landesgesundheitsamt. Man werde getestet, wenn man krank sei und man bleibe zu Hause, wenn man krank sei. Zudem werde man natürlich versuchen, Isolation und Absonderung abzuschaffen und wieder in ein normales Leben zurückzukommen.

«Und dann werden wir uns sehr strecken müssen und schauen müssen, wie wir unsere Impfquoten verbessern, damit wir für den nächsten Herbst gut durchgeimpft sind.» Vom Frühjahr erhofft sich Brockmann Veränderungen, die helfen, «erstmal corona-frei oder zumindest corona-beherrschbar zu leben», sagte der Epidemiologe.

(dpa)

Lehrerverband: Omikron hat Schulbetrieb weiter fest im Griff

03:47
11.02.2022
In den Schulen gibt es nach Ansicht des Deutschen Lehrerverbands noch keine Entspannung der Corona-Lage. «Die Omikronwelle hat den Schulbetrieb nach wie vor fest im Griff, auch wenn es gelungen ist, in der Fläche den Präsenzbetrieb weitgehend aufrecht zu erhalten», sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der Deutschen Presse-Agentur.

Die enorm hohen Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen hätten die Testkonzepte an den Rand des Scheiterns gebracht. «Wir warnen davor, bei ersten Anzeichen eines Rückgangs der Neuinfektionen sofort Gesundheitsschutzmaßnahmen wie regelmäßige Testungen und die Maskenpflicht zurückzunehmen und abzubauen.» Die Infektionszahlen dürften nicht durch zu frühe Lockerungen nochmals hochgetrieben und dadurch der flächendeckende Präsenzunterricht erneut gefährdet werden.

Zahlen der Kultusministerkonferenz zufolge waren in der vergangenen Woche in Deutschland etwa sechs Prozent der Schülerinnen und Schüler und rund drei Prozent der Lehrkräfte entweder infiziert oder in Quarantäne. Einige Schülervertreter hatten mit einem offenen Beschwerdebrief und einer Internetaktion unter dem Motto #WirWerdenLaut der Politik einen «Durchseuchungsplan» vorgeworfen. Sie sprechen sich gegen die Präsenzpflicht aus und fordern kleinere Lerngruppen, PCR-Pooltests und Luftfilter in allen Schulen.

In die Anschaffung mobiler Luftfilter haben Bundesländer und Kommunen unterschiedlich stark investiert, da ihr Nutzen umstritten ist. Meidinger sagte, der Lehrerverband sei schon der Auffassung, dass die Geräte den Infektionsschutz in Schulen deutlich verbessern können. Für die Zukunft setze man aber auf zentrale und dezentrale fest eingebaute Anlagen. «Diese sollten bei Schulsanierungen und Schulhausneubauten der künftige Standard sein, wie übrigens das Umweltbundesamt schon lange fordert.»

(dpa)

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