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Corona, Cyber-Attacken und Lieferengpässe bremsen Ceconomy

11:54
07.02.2022
Deutschlands größter Elektronikhändler Ceconomy (Media Markt, Saturn) hat im wichtigen Weihnachtsgeschäft unter Corona-Restriktionen, Cyber-Attacken und Lieferengpässen gelitten. Umsatz und Ergebnis lagen deshalb im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2021/22 (Oktober bis Dezember) deutlich unter dem Vorjahresniveau, wie der Konzern am Montag mitteilte. Konzernchef Karsten Wildberger zeigte sich dennoch zufrieden: «Gemessen an den Umständen sind wir solide in das neue Geschäftsjahr gestartet.»

Der Umsatz des Handelsriesen sank im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2021/22 im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Unter dem Strich fiel der Gewinn mit 122 Millionen Euro um 20 Prozent niedriger aus als im Vorjahr.

Wildberger sprach von einer robusten Entwicklung. Denn im Vorjahr habe das Unternehmen im Weihnachtsgeschäft noch von der Sonderkonjunktur nach dem Ende des langen Lockdowns profitiert. Zuletzt seien die Rahmenbedingungen deutlich herausfordernder gewesen. Die Corona-bedingten 2G-Regelungen im Einzelhandel unter anderem in Deutschland hätten die Besucherzahlen im stationären Geschäft gedrückt. In den Niederlanden und Österreich sei es sogar erneut zu vorübergehenden Marktschließungen gekommen.

Außerdem führten Lieferengpässe bei verschiedenen Elektronikgeräten nach Unternehmensangaben dazu, dass in einigen Kategorien - etwa bei Smartphones oder Tablets - die Nachfrage nicht habe gedeckt werden können. Und ein Cyberangriff auf MediaMarktSaturn habe im November für zusätzliche Probleme gesorgt.

Trotz des schwachen Starts ins neue Geschäftsjahr rechnet der Konzern für das Gesamtjahr mit einem leichten Umsatzwachstum und einer deutlichen Ergebnisverbesserung. Denn das Geschäftsjahr 2020/21 begann zwar mit einem fulminanten Weihnachtsgeschäft, danach hatte jedoch ein monatelanger Lockdown nicht zuletzt in Deutschland die Geschäfte gebremst.

(dpa)

Kreise: Söder lockert Corona-Regeln in Gastronomie, Sport und Kultur

11:53
07.02.2022
Fußball, Friseur und Gaststätten: Die ungeachtet weiter steigender Corona-Zahlen stabile Lage auf Bayerns Intensivstationen soll nach Ansicht von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zu deutlichen Lockerungen bei den Bekämpfungsmaßnahmen führen. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr, machte er am Montag entsprechende Vorschläge bei einer Videoschalte des CSU-Vorstands.

Beschlüsse dazu könnten bereits am Dienstag im Kabinett fallen. «Wir haben nur ein Drittel der Belegung der Intensivbetten wie wir vergleichbar bei der vierten Welle von Delta hatten», sagte Söder am Montag im Morgenmagazin des ZDF. «Und das ist doch das Entscheidende.» Einschränkungen seien dann richtig, wenn das Gesundheitssystem extrem belastet werde. «Dies ist derzeit aber bei Omikron nicht der Fall.»

Söders Vorschlägen zufolge soll die gegenwärtig ab 22.00 Uhr geltende Sperrstunde für die Gastronomie aufgehoben werden. In Lokalen, in denen Speisen angeboten werden, können Gäste damit wieder länger sitzen. Bei Sportveranstaltungen soll wieder eine Zuschauer-Auslastung von bis zu 50 Prozent erlaubt werden - in Stadien und bei großen Sportveranstaltungen liegt die Grenze aktuell bei 25 Prozent. Zudem soll laut Söder dann eine maximale Obergrenze von 15 000 Zuschauern gelten, aktuell sind es 10 000.

Bei Kulturveranstaltungen soll erneut eine Auslastung von bis zu 75 Prozent möglich werden, aktuell sind es höchstens 50 Prozent. In beiden Bereichen soll es aber bei der 2G-plus-Regel und FFP2-Maskenpflicht bleiben.

Körpernahe Dienstleistungen wie Friseure oder Nagelstudios sollen in Bayern künftig auch wieder für Besucher mit einem negativen Corona-Test möglich sein. Es soll hier wieder die 3G-Regel gelten. Damit dürften auch Ungeimpfte oder Personen, die keinen Genesenen-Nachweis haben, wieder die Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Aktuell gilt hier noch die 2G-Regel.

Söder hatte sich bereits am Wochenende für Lockerungen stark gemacht. «Der konsequente Einsatz von FFP2-Masken erlaubt die Rücknahme von Kontaktbeschränkungen», schrieb Söder am Sonntag auf Facebook. «Dazu muss der Bund einen Stufenplan vorlegen.» Voraussetzung sei, dass die Kliniken nicht überlastet würden.

(dpa)

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