Letztes Update:
20220207053257

Baden-Württemberg hat noch 3,4 Milliarden Euro in Corona-Rücklage

05:32
07.02.2022
Das Land Baden-Württemberg hat noch 3,4 Milliarden Euro in seiner Rücklage für die Bewältigung der Corona-Krise. Die grün-schwarze Regierung hat seit Beginn der Pandemie den Topf für Haushaltsrisiken mit Hilfe von neuen Schulden auf 10,7 Milliarden Euro angefüllt. Davon seien bis Ende vergangenen Jahres gut 5,4 Milliarden Euro abgeflossen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus dem Finanzministerium in Stuttgart. Für das laufende Jahr seien bisher Ausgaben von rund 1,9 Milliarden Euro aus dem Topf bewilligt. Damit hat das Land noch einen Puffer von 3,4 Milliarden Euro.

Finanzminister Danyal Bayaz zeigte sich optimistisch, dass das finanzielle Polster genügt. «Stand heute gehen wir davon aus, dass unsere Rücklage reicht. Aber wir müssen vorsichtig sein», sagte der Grünen-Politiker der dpa. «Ich bin weiterhin auch ein Risikomanager, die Pandemie belastet uns immer noch. Wir müssen auf Sicht fahren.» Hintergrund ist, dass immer noch nicht ganz klar ist, wie die Pandemie weiter verlaufen wird. Zudem könnten Kosten für eine vierte Impfung oder eine Impfpflicht auf das Land zukommen.

Die grün-schwarze Koalition beschloss Ende 2021 einen Etat ohne neue Schulden, auch weil die Steuerschätzung ein Plus von 2,5 Milliarden Euro für dieses Jahr ergeben hatte. Es wurde in der Koalition aber nicht ausgeschlossen, dass es im Notfall nochmal einen Nachtrag mit neuen Schulden geben könnte.

(dpa)

Skisprung-Olympiasieger Forfang verpasst Winterspiele coronabedingt

05:30
07.02.2022
Team-Olympiasieger Johann André Forfang wird die Skisprung-Wettbewerbe bei den Olympischen Winterspielen in Peking corona-bedingt komplett verpassen. Darüber informierte der 26 Jahre alte Norweger in der Nacht zum Montag über Instagram. Forfang war im Januar positiv auf das Coronavirus getestet worden und konnte nun nicht schnell genug die für die Einreise nötigen Negativtests vorlegen.

«Das fühlt sich überhaupt nicht fair an. Ich lebe ein normales Leben und trainiere wie gewohnt, aber ich bin immer noch nicht "gesund" genug, um nach China einzureisen», schrieb Forfang unter den Social-Media-Post, den er mit einem Foto von ihm als Kind mit Helm und Skibrille bebilderte. Forfang hatte 2018 in Pyeongchang Gold mit Norwegens Team gewonnen. Teamkollege Daniel-André Tande, der das erste Wochenende ebenfalls coronabedingt verpasste, soll nun nach China nachreisen dürfen und wäre dann für Einzel- und Teamspringen auf der Großschanze eine Option.

(dpa)

Sven Väth: Feierkultur wird nach Corona «vielleicht noch intensiver»

05:29
07.02.2022
DJ-Legende Sven Väth (57) ist überzeugt, dass die Feierkultur nach der Corona-Pandemie wieder mindestens so exzessiv wird wie zuvor. «Ich glaube, es wird vielleicht sogar noch intensiver werden. Der Hunger ist so groß», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Die Sehnsucht der Menschen nach der Tanzfläche sei enorm. Er habe zuletzt wieder einzelne Gelegenheiten gehabt, in verschiedenen Ecken der Welt aufzutreten: «Die Leute haben teilweise geweint. Es war so hoch emotional aufgeladen. Da stand auch ich alter Hase mit Gänsehaut da und dachte, was sind das für schöne Momente.»

Im vergangenen Jahr hatte Väth sein 40. DJ-Jubiläum - und ein Ende ist vorerst nicht in Sicht. «Es gibt ja viele Kollegen von mir, die sind gar nicht mehr dabei. Die sind irgendwann abgebogen oder irgendwann stehen geblieben oder haben auch gar keine Lust mehr gehabt.» Sein Interesse an der Musik sei hingegen nie abgebrochen. «Ich wollte immer dranbleiben, immer wieder neue Platten kaufen und neue Styles kennenlernen. Daraus hat sich ein wahnsinniges Streben entwickelt, das mitzuteilen und die Welt zu bereisen.»

In den 1980er Jahren feierte Väth mit der Formation OFF («Electrica Salsa») Erfolge, später prägte er mit seinen Frankfurter Clubs «Omen» und «Cocoon» sowie den berühmten Partys auf Ibiza die Feierkultur. Bis heute zählt der gebürtige Offenbacher zu den bekanntesten DJs der Welt. Am 25. Februar veröffentlicht er mit «Catharsis» sein erstes Soloalbum seit bald 20 Jahren.

«Ich bin jetzt 57 und habe schon so viel erlebt. Ich habe eigentlich vier Leben gelebt», sagt Väth. Für seine mitunter stundenlangen DJ-Sets halte er sich mit viel Sport fit, mit Cardio, Mini-Triathlons und Krafttraining. «Das brauche ich für meinen Rücken. Ich stehe ja lange und bin viel unterwegs auf Reisen, da habe ich immer meine 60 Kilo Schallplatten dabei.» Und er habe noch viel vor: «Ich habe zwei Kinder, die wollen auch was von ihrem Papa haben.»

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden