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Politiker von SPD, CDU und Grünen verteidigen RKI-Chef Wieler

15:15
06.02.2022
Politiker von SPD, CDU und Grünen haben den Präsidenten des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, gegen Kritik der FDP verteidigt. Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Dagmar Schmidt, sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online Sonntag, Print Montag): «RKI-Chef Lothar Wieler hat in der zweijährigen Pandemie viel geleistet und unermüdlich gearbeitet. Dafür bin ich ihm sehr
dankbar.»

Der Vize-Chef der Unionsfraktion, Sepp Müller (CDU), sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Sonntag, klar sei, dass sich die Kommunikation des RKI deutlich verbessern müsse. «Unabhängig davon ist Professor Wieler eine ausgewiesene wissenschaftliche Koryphäe, die wir von der Union respektieren und unterstützen.»

Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen schrieb am Samstag auf Twitter, Wieler verdiene Respekt und Dank für seinen «unermüdlichen und professionellen» Einsatz in der Pandemie. «Seine Expertise ist von unschätzbarem Wert. Ohne ihn stünden wir heute viel schlechter da.»

Der designierte FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai hatte dem «Spiegel» am Wochenende gesagt: «Ich habe großen Respekt vor den Leistungen des RKI-Chefs Lothar Wieler in den vergangenen zwei Jahren während der Pandemie.» Er fügte hinzu: «Des Vertrauens der FDP kann sich Herr Wieler aber aufgrund dieser neuerlichen Verfehlung, die ja leider keinen Einzelfall darstellt, nicht mehr sicher sein.»

Er bezog sich dabei darauf, dass das RKI den Genesenenstatus mit Wirkung vom 15. Januar überraschend von sechs auf drei Monate verkürzt hatte. Viele Bürger verloren quasi über Nacht ihr Recht, in Restaurants, Bars oder in Fitnessstudios zu gehen.

(dpa)

BVB-Trainer Rose: Trotz Pandemie mehr Zuschauer möglich

15:15
06.02.2022
BVB-Coach Marco Rose hat sich vehement für eine weitere Erhöhung der Zuschauerzahlen in den Fußballstadien ausgesprochen - dies sei trotz der Corona-Pandemie durchaus möglich. «Eigentlich ist es kurios: Jetzt freut man sich schon wie so ein Schneekönig, wenn 10 000 Leute hierher kommen», sagte der Trainer von Borussia Dortmund am Sonntag vor dem Westduell mit Bayer Leverkusen im DAZN-Interview.

«Wir wissen, wie das Stadion brennt, wenn's voll ist. Wir freuen uns über jeden, der hier sein kann», meinte Rose. «Wir freuen uns über die Unterstützung. Aber wir müssen jetzt auch mal wieder da hinkommen, dass es normaler wird hier, in so einem großen Fußballstadion auch mehr Leute zu haben», forderte der 45-Jährige. «Auch mit Pandemie - glaube ich - muss es da Möglichkeiten geben.»

Für das Bundesliga-Spiel des Zweiten gegen den Dritten sind im SignalIdunaPark laut Corona-Bestimmungen 10 000 Zuschauer zugelassen.

(dpa)

Ermittlungen nach Tweets zur Corona-Erkrankung Erdogans

14:31
06.02.2022
Wegen «beleidigender Beiträge» in den sozialen Medien im Zusammenhang mit der Corona-Erkrankung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sind vier Menschen festgenommen worden. Nach vier weiteren werde gefahndet, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag. Insgesamt würden mehr als 30 Nutzerkonten wegen mutmaßlicher Beleidigung des Präsidenten und seiner Ehefrau Emine Erdogan untersucht.

Anadolu nannte keine Details zum Inhalt der Nachrichten. Die regierungsnahe Zeitung «Sabah» schrieb, einige Nutzer, gegen die nun ermittelt werde, hätten Erdogan auf Twitter indirekt den Tod gewünscht. Darunter sei der ehemalige türkische Nationalschwimmer Derya Büyükuncu. Sportminister Mehmet Kasapoglu kündigte Konsequenzen für den Sportler an.

Erdogan (67) und seine Ehefrau hatten am Samstag mitgeteilt, sie seien positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Präsident versicherte auch am Sonntag via Twitter, es handele sich um einen milden Verlauf.

Der Gesundheitszustand Erdogans ist in der Türkei immer wieder Thema. Im November waren Ermittlungen gegen Nutzer eingeleitet worden, die auf Twitter über den Tod des Präsidenten spekuliert hatten.

(dpa)

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