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Land will Teststrategie an Schulen und Kitas ab Montag ausweiten

15:08
05.01.2022
Aus Sorge vor der besonders ansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus soll vom kommenden Montag (10. Januar) an und für zunächst sechs Wochen an Schulen und Kitas stärker getestet werden. Außerdem soll der Kreis der Menschen erweitert werden, die sich regelmäßig auf das Virus testen lassen müssen, teilten Kultus- und Gesundheitsministerium am Mittwoch in Stuttgart mit. Der Ministerrat werde über einen entsprechenden Beschlussvorschlag abstimmen.

Nach den Plänen der Ministerien sollen alle Schülerinnen und Schüler ohne eine Auffrischungsimpfung («Booster») in der ersten Woche nach den Weihnachtsferien täglich getestet werden, sofern an ihren Einrichtungen Antigenschnelltests angeboten werden. «Schulen, die ein PCR-Pooltestregime etabliert haben, sollen an einem zusätzlichen Tag in der ersten Woche nach den Weihnachtsferien die Nutzung eines Schnelltests anbieten», heißt es zudem in einem Schreiben des Kultusministeriums an die öffentlichen und privaten Schulen und Schulkindergärten. Von der zweiten Woche bis zu den Faschingsferien (ab 25. Februar) sollen drei Antigenschnelltests oder zwei PCR-Testungen verpflichtend sein, sofern die Kinder und Jugendlichen nicht geboostert sind.

Auch für das Personal an Schulen, Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege wird die Teststrategie von Montag an erweitert, sollte es nicht geboostert sein. Demnach sind Tests an jedem Präsenztag vorgeschrieben.

«Nach aktuellen Erkenntnissen wissen wir, dass die Auffrischungsimpfung einen erheblichen Beitrag zum Gesundheitsschutz liefert», argumentierten Kultusministerin Theresa Schopper und Gesundheitsminister Manne Lucha (beides Grüne). «Das Verhalten jeder und jedes Einzelnen ist mit Omikron noch bedeutender geworden.»

(dpa/lsw)

Kein PCR-Test mehr nach positivem Schnelltest in England erforderlich

14:11
05.01.2022
In England müssen Corona-Infizierte nach einem positiven Schnelltest demnächst keinen PCR-Test mehr machen, um ihre Infektion bestätigen zu lassen. Die Änderung solle am 11. Januar in Kraft treten, kündigte die Chefin der nationalen Gesundheitsbehörde, Jenny Harries, am Mittwoch in London an. Nach einem positiven Test müssen sich Infizierte für sieben Tage in Quarantäne begeben. De facto wird die Quarantäne-Zeit damit erneut verkürzt, da das Warten auf das Ergebnis des PCR-Tests wegfällt.

Zuvor war die Dauer der Selbstisolation bereits von zehn auf sieben Tage verkürzt worden, um Personalausfälle in kritischen Branchen abzufedern. Infizierten mit Symptomen wird noch immer ein PCR-Test empfohlen. Das Testsystem in Großbritannien ist aufgrund der neuen Welle mit der besonders ansteckenden Omikron-Variante seit Wochen überlastet. Immer wieder gibt es Probleme bei Buchung oder Bestellung von Tests.

Mit Blick darauf, dass Antigen-Tests häufiger falsch positive Ergebnisse aufweisen, sagte Harries, dieses Risiko sei «sehr gering». PCR-Tests gelten als «Goldstandard» unter den Corona-Tests, die Infektionen verlässlich nachweisen. Antigen-Tests - auch als Schnelltests bekannt - sind günstiger und einfacher verfügbar, aber auch nicht so zuverlässig.

(dpa)

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