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Omikron-Welle: Lauterbach will schärfere Kontaktbeschränkungen

05:36
05.01.2022
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will bei den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Pandemie am Freitag neben verkürzten Quarantänezeiten auch härtere Kontaktbeschränkungen durchsetzen. «Verschärfungen werden leider notwendig sein, um der schweren Welle, die auf uns zukommt, zu begegnen», sagte Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Mittwoch). «Ich werde dazu Vorschläge machen.»

Details nannte er nicht, betonte aber, insbesondere für Ungeimpfte gebe es keinen Grund zur Entwarnung. «Man kann ihnen nicht in Aussicht stellen, dass für sie die Kontaktbeschränkungen kurz- oder mittelfristig aufgehoben werden», so Lauterbach. «Mein Appell an die Ungeimpften ist, dass sie sich schnell zumindest einmal impfen lassen, damit sie wenigstens für den ganz schweren Krankheitsverlauf eine wichtige Schutzwirkung haben.»

Der SPD-Politiker verteidigte seinen Vorstoß, die Quarantäne mit Blick auf die Omikron-Variante des Virus zu verkürzen. «Studien zeigen, dass die Generationszeit - also auch die Phase, in der sich das Virus im Körper ausbreitet und die Phase, in der ein Mensch ansteckend ist - bei Omikron viel kürzer ist», erläuterte er. «Wir können also bis zu einem gewissen Grad die Quarantänezeit verkürzen, ohne ins Risiko zu gehen.»

Die Überlegungen zielen auch darauf ab, wichtige Versorgungsbereiche auch dann am Laufen zu halten, wenn die Infektionszahlen sprunghaft zunehmen sollten. Lauterbach nannte insbesondere Krankenhäuser, Altenpflege sowie Polizei, Feuerwehr sowie die Wasser- und Stromversorgung. Für diese Bereiche seien neue Quarantäne- und Isolationsregeln nötig. Auch die Bereiche Schule und Reisen müssten bedacht werden, sagte er.

Die Auffrischungsimpfung ist aus Sicht Lauterbachs der beste Schutz gegen die Omokron-Variante. «Nach der Modellierung des Robert Koch-Instituts sollte das Ziel sein, dass mehr als 80 Prozent der doppelt geimpften auch geboostert sind, also rechnerisch 56 Prozent der Bevölkerung», sagte er. «Dann hat es Omikron schwer.»

(dpa)

FDP diskutiert beim Landesparteitag über Impfpflicht und Bildung

05:33
05.01.2022
Die FDP will am Mittwoch (10.00 Uhr) beim Landesparteitag in Fellbach (Rems-Murr-Kreis) ihre politischen Schwerpunkte im neuen Jahr festzurren. Die Impf-Debatte könnte für Zündstoff sorgen. In einem Antrag fordert FDP-Mitglied Hans-Peter Locher, die Impfbereitschaft mit einer 500-Euro-Prämie anzukurbeln.

Spannend dürfte außerdem sein, wie sehr die Liberalen die Grünen angehen. Im Bund bilden SPD, Grüne und FDP die Regierungskoalition, im Südwesten stehen die Liberalen der grün-schwarzen Regierung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann weiterhin als Opposition gegenüber.

Inhaltlich legt die Partei den Schwerpunkt auf Bildungspolitik. Ein entsprechender Leitantrag soll verabschiedet werden. Kinder hätten in der Pandemie eine große Last getragen, hatte FDP-Generalsekretärin Judith Skudelny vorab gesagt. Die FDP fordert in dem Papier unter anderem das Einstellen von mehr Lehrkräften, den Ausbau der pädagogischen Studienplätze und die Rückkehr zur verbindlichen Grundschulempfehlung.

(dpa)

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