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Slot-Regeln: Wissing dringt auf kurzfristige Entlastung für Airlines

14:50
17.01.2022
Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) dringt auf eine kurzfristige Entlastung für Airlines in der Corona-Pandemie und fordert von der EU-Kommission mehr Maßnahmen gegen sogenannte Leerflüge. In einem Schreiben an EU-Verkehrskommissarin Adina Valean habe der Minister betont, dass dies für ihn von besonderer Bedeutung sei, teilte das Verkehrsministerium am Montag mit. Zuvor hatte die «Rheinische Post» darüber berichtet. Hintergrund sind unterschiedliche Ansichten der EU-Kommission und der Lufthansa über klimaschädliche Flüge, die kaum besetzt sind. Am Dienstag wollen sich Valean und Wissing austauschen.

Grundsätzlich müssen die Airlines in diesem Winter an bestimmten, zu normalen Zeiten stark belasteten Flughäfen mindestens die Hälfte ihrer zugeteilten Zeitfenster nutzen, um sie nicht in der kommenden Saison abgeben zu müssen. Damit soll Wettbewerb zwischen den Airlines gewährleistet werden. Vor der Pandemie lag die geforderte Quote bei 80 Prozent. Die für den Winterflugplan auf 50 Prozent gesenkte Quote kann der Kommission zufolge mit Ausnahmeregeln weiter unterschritten werden, die etwa beim Auftreten neuer Virusvarianten greifen.

Die EU-Kommission betont, dass die Lufthansa bereits von Ausnahmeregeln profitiere. «Die Entscheidung, Strecken zu bedienen oder nicht, ist eine kommerzielle Entscheidung der Fluggesellschaft und nicht das Ergebnis von EU-Vorschriften», so ein Sprecher der EU-Kommission jüngst. Auch der europäische Flughafenverband ACI spricht davon, dass es aufgrund der Quoten keinen Grund für Leerflüge gebe. Lufthansa beklagt, dass diese Ausnahmeregeln in verschiedenen Ländern unterschiedlich angewendet würden.

(dpa)

Illegale Partys bereiten große Sorgen auf Mallorca

14:49
17.01.2022
Illegale Partys und Massenansammlungen auf Mallorca im Rahmen der Januar-Volksfeste bereiten den Behörden der spanischen Ferieninsel angesichts der weiter steigenden Corona-Zahlen große Sorgen. Man befürchte, dass diese Ausgelassenheit das Erreichen des Höhepunkts der neuen Pandemie-Welle verzögern könnte, warnte am Montag in Palma die regionale Gesundheitsministerin Patricia Gómez.

Das, was man am Wochenende zum Beispiel in der Gemeinde Sa Pobla im Norden der Insel gesehen habe, könne sich am Donnerstag in Palma, der Hauptstadt Mallorcas, im Rahmen des Sant-Sebastià-Festes in noch größerem Umfang wiederholen, sagte Gómez. Neben anderen Maßnahmen habe man die Zwangsschließung von vier Lokalen angeordnet, die sich nicht an das vorgeschriebene Limit der Gäste-Zahl gehalten hätten.

Obwohl es auf Mallorca derzeit kaum Touristen aus Deutschland, Großbritannien und anderen Ländern gibt, macht die Mittelmeer-Insel ihrem Ruf der Party-Hochburg auch dieser Tage alle Ehre: Auf dem Dorfplatz von Sa Pobla versammelten sich am Sonntagabend zahlreiche vorwiegend jüngere Menschen, um am Vorabend des Sant-Antoni-Festes dichtgedrängt zu feiern, zu singen und unter anderem auch Alkohol zu trinken. An die aktuell auch im Freien landesweit geltende Maskenpflicht hielten sich nur wenige Teilnehmer, wie die «Mallorca Zeitung» und andere Regionalmedien berichteten. «Es herrschte wildes Chaos», titelte «Última Hora». Die Polizei schritt nicht ein.

Die Feierlichkeiten der Januar-Feste Sant Antoni und Sant Sebastià - unter anderem mit Konzerten und Feuerwerk - waren wegen Corona zwar offiziell abgesagt worden. Die Menschen verabredeten sich aber in Sa Pobla und anderen Ortschaften den Berichten zufolge über soziale Netzwerke. Ministerin Gómez räumte ein, die meisten Menschen seien «nach dem zweijährigen Kampf» der Corona-Restriktionen überdrüssig.

Auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln wurden zuletzt 1218 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen registriert, landesweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Spanien bei 1654. Zum Vergleich: In Deutschland betrug dieser Wert am Montag 528.

(dpa)

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