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Grünen kritisieren Verzicht auf FFP2-Maskenpflicht in NRW

18:02
16.01.2022
Die nordrhein-westfälische Grünen-Vorsitzende Mona Neubaur fordert angesichts der rasant steigenden Corona-Zahlen eine FFP2-Maskenpflicht in Geschäften, Restaurants, Bussen und Bahnen. «Eine FFP2-Maskenpflicht in geschlossenen Räumen, beispielsweise in der Gastronomie, im Einzelhandel und im öffentlichen Nahverkehr, aber auch an Orten im Freien, wo Abstände nicht eingehalten werden können, wäre ein mildes, aber effektives Mittel im Kampf gegen die Pandemie», sagte Neubaur der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung» (Montag). Es sei nicht nachvollziehbar, warum die Landesregierung auf eine Pflicht verzichte.

Anders als in anderen Bundesländern gibt es in Nordrhein-Westfalen an solchen Orten bisher keine Pflicht zum Tragen der hochwertigeren Schutzmasken. Stattdessen können dort auch die einfacheren und billigeren OP-Masken getragen werden. Die Landesregierung hat bislang nur eine dringende Empfehlung für FFP2-Masken etwa beim Einkaufen oder in Bussen und Bahnen ausgesprochen.

Dabei gilt es inzwischen als weitgehend gesichert, dass FFP2-Masken einen extrem hohen Schutz vor einer Corona-Infektion bieten, sofern sie richtig getragen werden. Zuletzt hatte eine Studie des Göttinger Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation ergeben, dass die Ansteckungsgefahr in diesem Fall auch nach 20 Minuten nur bei gut einem Promille (0,1 Prozent) liegt, wenn sich ein infizierter und ein gesunder Mensch in einem Innenraum auf kurzer Distanz begegnen.

(dpa)

Ministerium sorgt sich wegen Omikron-Variante um Bus- und Bahnverkehr

14:13
16.01.2022
Das Verkehrsministerium in Baden-Württemberg stellt sich auf eine Verknappung des Zug- und Buspersonals wegen der Verbreitung der Omikron-Variante ein. «Wir werden im Krisenfall täglich mit Eisenbahn- und Busunternehmen konferieren», sagte Berthold Frieß, Amtschef im Ministerium, der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten» (Montag).

Besonders wichtig für den Betrieb seien Lokführer, Mitarbeiter in den Leitstellen und diejenigen, die die Züge bereitstellten sowie im Bahnnetz tätig seien. Zwar werde die Art der Krankheiten den Arbeitgebern nicht mitgeteilt. Auffällig sei aber ein regionaler Zusammenhang von hohen Inzidenzen und hohen Krankenständen.

Vor der Corona-Zeit seien Krankenstände von landesweit über zehn Prozent eine Seltenheit gewesen, sagte Dietmar Maier, Bereichsleiter bei der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg den Zeitungen. Nun erwarte man steigende Fehlzahlen wegen Krankheitsausfällen und Quarantäne.

Das Land hat demnach den Unternehmen angeboten, dass sie bei erhöhten Krankenständen - als Richtwert würden 15 Prozent genannt - Notfallfahrpläne mit einem geminderten Fahrplanangebot einreichen können. Schon in der ersten Corona-Welle habe es solche Pläne gegeben, damals landesweit mit einem bis zu 50 Prozent verminderten Angebot. Heute sei die Lage anders: Schulen seien offen, der ÖPNV werde als Teil der kritischen Infrastruktur gebraucht.

(dpa/lsw)

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